Lions Club München-Arabellapark

Willkommen auf unserer Homepage !

Schauen sie herein, informieren Sie sich über unserer Aktivitäten und nehmen Sie bei Interesse Kontakt auf.
Die Homepage wird monatlich aktualisiert; letzte Änderung 10. Oktober 2019  - 

     

Gründung
Der Lions Club München-Arabellapark wurde 1971 im Stadtteil Bogenhausen im Umfeld des Arabellapark gegründet.  
Der Club gehört der internationalen Vereinigung der Lions Clubs ( Lions International) an und ist  Mitglied des Gesamt-Districts 111 und des Districts 111-BS. 

Er erkennt deren Ziele, allgemeinen Grundsätze und Statuten als verpflichtend an:
 -  Aktivitäten und Spenden für soziale Projekte  - Information und Diskussion aktueller Themen - Freundschaftliches und geselliges Miteinander

Der LC München Arabellapark steht für Tradition und Moderne - es sind noch einige Gründungsmitglieder aktiv, über die Jahre aber natürlich viele neue Mitglieder  dazu gekommen. Heute umfaßt der Club 35 Mitglieder mit einem breiten Spektrum an Berufen und einer altersmäßigen Bandbreite von 40 bis 75 Jahren. Zudem einige ältere Mitglieder aus der Gründungszeit, also ein Mehr-Generationen Club mit besonderem Charme und stets offen für neue Mitglieder. Unsere Mitglieder kommen aus dem gesamten Stadtgebiet  München sowie aus umliegenden Städten.
Im Vereinsleben, den  Activities und gesellschaftlichen Ereignissen engagieren sich unsere Frauen und Männer gleichermaßen. 

Wir unterstützen über unseren Lions ISARA Hilfsfonds e.V. Projekte in Bayern, vorwiegend in München, von einem Kinderhospiz über Kindergarten- und Jugendprojekte oder Obdachlosenspeisung St. Bonifaz sowie Projekten der Altenhilfe  sowie fallweise auch internationale Lions Hilfsprojekte wie Wash oder Sight First. 
Wir engagieren uns aber auch mit persönlichen Einsatz und in spontanen Hilfsaktionen wie
in der Hochwasserhilfe Deggendorf im Juni 2013 .
Die Einnahmen zur Unterstützung sozialer Projekte generieren wir über Activities wie Konzertabende, Verkaufsstände oder Business Dinner sowie über Spenden
Unser ISARA Lions Hilfsfonds e.V. ist als gemeinnützig anerkannt und berechtigt zur Ausstellung von Spendenquittungen.
Auf unseren Clubabenden (Jour fixe) haben wir renommierte Referenten zu aktuellen, zukunftsorientierten Themen aus Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft getreu dem Motto "Continous learning" und mit der Zielsetzung, neue Netzwerkkontakte zu knüpfen.
 
Neuer Vorstand ( 2019 / 2020)
 Präsident  Dr. Hans-Otto Feldhütter
 Vizepräsident  Prof. Dr. Josef Nassauer
 Pastpräsident  Dr. Herbert Bauer
 Sekretär  Hermann Pointl
 Schatzmeister  Prof. Dr. Rupert Stettner 

 Clubmaster

 Peter Prasser

 Activity-Beauftragter  Dr. Alois Schneck

 PR-Beauftragter

 LEO-Beauftragter          

 Prof. Dr. Josef Nassauer

 
Torsten Adam

 Mitgliedschafts-
 beauftragter 

 Prof. Dr. Horst
 Schmidt-Bischoffshausen


Inhalte auf der Startseite
Lions Jahr 2019/2020
- Clubabend 7. Oktober 2019
- Clubabend 16. September 2019
Lions Jahr 2018/2019
- Abschlussfahrt LJ 2018/2019 vom 28. - 30.06. 2019 nach Wie
- Clubabende 2019 ( Kurzfassung Vorträge)
- Eisstockschießen 2019 Freyung
2018
- Clubabende 2018 ( Kurzfassung Vorträge)
- Abschlussfahrt  LJ 2017/2018 29.06. - 01.07 2018 nach Berlin
- Abschluss Spendenaktion LJ 2017/2018 zu 100 Jahre Lions
- Fischessen 14.02.2018
-Eisstockschießen 12. - 14. Januar 2018 in Freyung
 2017
-  Abschlussfahrt LJ 2016/2017 30.6. - 02.07. 2017 nach Lindau/Bodensee
-  Erstes Business Dinner mit Vortrag 27. März 2017
-  weitere Information siehe Archiv Startseite  2017


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Lions-Jahr 2019/2020

Auf dem zweiten Clubabend am 7. Oktober 2019 konntPräsident Dr. Hans-Otto Feldhütter als Referentin Frau Prof. Dr. Martina Schraudner gewinnen zu einem Thema, das uns alle direkt oder indirekt betrifft. 


                                                                             "Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert"

                                        
                                       Digital Twin von Produktionsanlagen                                      Tele-Learning in der Arbeit                                                    Home Office - Dezentrales Arbeiten

Prof. Dr. Martina Schraudner leitet das Fraunhofer „Center for Responsible Research and Innovation“ und das Fachgebiet „Gender und Diversity in der Technik und Produktentwicklung“ an der Technischen Universität Berlin. Im Januar 2018 wurde sie in den Vorstand und in das Präsidium  der „acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V.“ berufen. Deren Ziel ist die Beratung von Politik und Gesellschaft - unabhängig, faktenbasiert, gemeinwohlorientiert. 
Prof. Dr. Schraudner ist in Expertengruppen u.a. für „Structural Change“ der EU und in nationalen und international
en Auswahlgremien für anwendungsnahe Forschungs- und Innovationsprojekte tätig. Sie ist Mitglied im Hochschulrat der Universität Paderborn, im Kuratorium der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) sowie im Vorstand des Kompetenzzentrums „Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.“

   

Digitalisierung ist der in den letzten Monaten am häufigsten verwendete Begriff in der öffentlichen Kommunikation. Entsprechend groß war das Interesse. Der Vortragsraum  war brechend voll. 

Die aktuelle Stufe der Digitalen Transformation beruht auf der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Dies ist nicht Selbstzweck, sondern dient der weiteren Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen durch höhere Effizienz sowie vollkommen neue Innovationen in Produkten und Dienstleistungen. 

                       
                                     Vollbesetzter Vortragssaal                              Prof. Dr. Martina.Schraudner - sofort "mitten drin"                  Präsident. Dr. H.-O. Feldhütter begrüßt Gäste und Referentin


So hat Prof. Schraudner an den Beginn ihrer Ausführungen eine Kurzinformation  über die neu gegründete Bundesagentur für Sprunginnovationen gestellt, die in Leipzig aufgebaut wird und für die vom
BMBF bereits erste  Pilotbereiche gefördert werden, alle nur unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz zu lösen...Organersatz aus dem Labor, Künstliche Intelligenz mit geringem Energieverbrauch, nachhaltige dezentrale Energiespeicher.

Was ist nun künstliche Intelligenz ? Im Kern beruht sie auf neuen technischen Möglichkeiten  -  Hochleistungsrechnern, neuartigen Sensoren, schelleren Datennetzen, innovativen Softwarelösungen für neue Algorithmen zur Analyse großer Datenmengen und damit zur Gewinnung neuer Erkenntnissen und Schlussfolgerungen für komplexe Aufgabenstellungen. Dies ermöglicht letztlich auch selbstlernende Roboter.

Prof. Schraudner stellte die Stufen des Entwicklungspfades Industrie 4.0 dar. Zu Zeit befinden wir uns in der Stufe 4,  Analyse und Auswertung großer Datenmengen ( Big Data). Die nächsten Stufen zeichnen sich schon ab - Prognosefähigkeit über Rechenmodelle und Adapiertbarkeit mit dem Beispiel autonomes Fahren.


                                      

                                                                                     ..... .........Prof. Dr. Martina Schraudner bei ihren Ausführungen...... .............................                                                                            


Die Digitalisierung verändert intern signifikant Bereiche der Unternehmensstruktur, insbesondere in der Entwicklung. Es entstehen z.B. neue Prozesse, interdisziplinäre Teams mit flachen Hierarchien. 

Es  erweitern sich Kommunikationswege und erlauben dezentrales Arbeiten wie Home office . Selbst tiefgreifende Änderungen werden fallweise erforderlich, z.B. neue Gebäude mit entsprechender IT Ausstattung wie Hochgeschwindigkeitsrechnern und Datennetzen.

Extern ändern sich durch die fortschreitende Digitalisierung das Produktportfolio und das Spektrum an Dienstleistungen. Digitalisierung ermöglicht radikale Neuerungen, sprich Sprunginnovationen  für Vorsprung im Wettbewerb mit der Chance auf Erschließung neuer Märkte. Die Bereiche Produktion und  Markterschließung werden auch von Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren. Aber hinsichtlich der Ergebnisverantwortung werden  klassische Hierarchiestufen bestehen bleiben.

 Digitalisierung liefert auch im gemeinwohlorientierten Bereich wie staatlicher oder karitativer Administration höhere Effizienz und verbesserte Dienstleistung

                                                                                                                                            

Aber es gibt auch Hürden für die digitale Transformation. Prof. Schraudner nannte starre Organisationsstrukturen, Archaische IT Systeme, Fehlen einer klaren  Vision und fehlende digitale Kompetenz.

So haben zahlreiche befragte Unternehmen eine Qualifizierungslücke ausgemacht. Diese gilt es, durch konsequente Aus-und Weiterbildung im Bereich Digitalisierung zu schließen.

Zu dem stehen die Möglichkeiten offen, eine zukunftsfähige Innovationskultur aktiv zu gestalten - Möglichkeitsräume zu erweitern, Trends als Innovationstreiber zu nutzen, sofern sie in unserer
Marktwirtschaft vom Markt angenommen werden. 

                       
                                                                 ...............Die Diskussion ist eröffnet .................                                                                                         Herzlicher Dank des Präsidenten

Ein spannender Einblick in eine neue Arbeitswelt durch zunehmende Digitalisierung mit der Chance auf neue Produkte und Dienstleistungen für uns alle.
Präsident Dr. Hans-Otto Feldhütter dankte Prof. Dr. Martina Schraudner  herzlich für ihre hervorragenden Ausführungen, die großen Beifall erhielten, viel Interesse weckten und zu einer
intensiven konstruktiven Diskussion führten. Weitere Informationen siehe Seite Jour fixe




Auf dem ersten Clubabend des neuen Lions Jahres am 16. September 2019 konnte der neu gewählte Präsident Dr. Hans-Otto Feldhütter zahlreiche Teilnehmer begrüßen.

Nach der Sommerpause haben viele die Gelegenheit gesucht, sich wieder zu treffen und auszutauschen.

Großes Interesse galt auch dem  Thema des Abends

               "Zukunft der Energiewende – Erfolgreiche dezentrale Geschäftsmodelle als Basis für eine nachhaltige Transformation des Energiesystems

Unser Präsident konnte als Referenten Herrn Dr. Karsten Schmidt gewinnen, Gründer und Geschäftsführer von AMPEERS Energy, einem digitalen Enabler für dezentrale Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft.

Ein Thema von besonderer Bedeutung in Anbetracht der aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung mit einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien  


Dr. Karsten Schmidt ist - neben seiner Geschäftsführertätigkeit für AMPEERS ENERGY - noch verantwortlich für das Corporate Business Development im Bereich Energie der Fraunhofer Gesellschaft und stellvertretender Vorstand des Open District Hub e.V. Zuvor war er in verschiedenen leitenden Funktionen der Energiewirtschaft tätig, u.a. als Senior Manager bei E.ON SE und als Gründer eines Start-up-Unternehmens im Bereich erneuerbarer Energien. Als Betriebswirt promovierte er an der Philipps Universität Marburg im Bereich Marketing und studierte zudem Renewable Energy Management in St. Gallen.

 

                                                                 
                                                                                       Dr. Karsten Schmidt                    Präsident Dr. Hans-Otto Feldhütter begrüßt die Teilnehmer und den Referenten

Unter Transformation des Energiesystems versteht man die Energiewende mit einem schrittweisen Ersetzen fossiler Energieträger durch Erneuerbare Energien aus Sonne, Windkraft, Wasserkraft
und Biomasse. In Deutschland verläuft das Ersetzen unter Ausschluss der  Kernenergie. 
  

                                    
                                                           Sonnenenergie über Photovoltaik                                                        Windkraft                                                                                       Wasserkraft
                                                                                                                              
Nach Dr. Schmidt liegt das nationale Ziel bei 50 % Anteil Erneuerbarer Energien in 2030.
Die etappenweise Realisierung der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien läßt sich in 4 Phasen unterteilen. Zur Zeit befinden wir uns in der Phase 2.

     
                                                                     Ausführungen Dr. Karsten Schmidt bei seinen Ausführungen
                                                                                                                           
Hohe Anteile Erneuerbarer Energien müssen dabei in das Energiesystem integriert werden. Die Energiewende ist zu einem gewissen Anteil dezentral und kommt in die Städte.
Stadtwerke, Wohnungswirtschaft aber auch industrielle Knotenpunkte werden lokale Partner.
Die Wohnungswirtschaft zum Beispiel betreibt eine Vorwärtsintegration und kann in technisch geeigneten  Gebäudekomplexen sogar zu einem lokalen  Energieversorger werden.
In derartigen Quartieren - zum wohnen, arbeiten und leben - lassen sich über diese neue innovative IT-Plattform  Sektoren koppeln und übergreifend optimieren.
Die technische Realisierung erfordert dabei umfassende Entwicklungen. 
Als Beispiele führte Dr. Schmidt das Quartier Brucklyn in Erlangen und den Sortimo Innovationspark  in Zusmarshausen an. Mehr Information dazu auf der Seite Jour fixe.
            

 

                                                 
                                                                              Großes Interesse                                                                                                                Der Dank des Präsidenten

Ein spannender Einblick in ein neues Geschäftsfeld, das mit seinen digitalen Lösungen, basierend auf energietechnischen Kenntnissen, einen wesentlichen Beitrag zu einer tragfähigen Integration der Erneuerbaren Energien ermöglicht, mit besonderer Relevanz für den Endverbraucher.
Präsident Dr. Hans-Otto Feldhütter dankte Dr. Karsten Schmidt   herzlich für seine hervorragenden  Ausführungen, die  neue Chancen aufzeigten für einen effizienten Einklang zwischen Erzeugung und Verbrauch von Energie.


 Lions-Jahr 2018/2019

„Wir fahren nach Wien“ -   Abschlussfahrt vom 28. - 30.06. 2019 - eine herrliche Reise bei tropischen Temperaturen

 

Vom 28. - 30. Juni 2019 fand zum Ende des Lions-Jahres die schon traditionelle Abschlussfahrt  statt. Nach der Reise im vergangenen Jahr in unsere Bundeshauptstadt  Berlin wir diesmal Wien unser Ziel, Bundeshauptstadt unseres Nachbarlandes Österreich und eine der kulturellen Hochburgen in Europa.


Die Fahrt wurde von Präsident Dr. Herbert Bauer geplant und bestens organisiert. exzellent unterstützt von seiner Gattin Beatrix. Leider waren einige Mitglieder kurzfristig verhindert. Dennoch fand die Reise mit rund 30 Teilnehmern eine erfreuliche Resonanz.

 

Die meisten entschieden sich für eine Gruppenanreise aus München mit einem Schnellzug der österreichischen Bundes-Bahn.


Als Hotel wurde das Hilton Wien Mitte gewählt, zentral am Stadtpark gelegen, mit exzellenter Verkehrsanbindung über Straßen - und U-Bahn.


             
                                     .......... Fahrt nach Wien ......................                                                                                  "Grenzübertritt Salzach"                            1. Station in Wien -  Cafe Oberlaa                                     
                                                                                                                                                                                                                                        


Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel ging es auf eine ausgedehnte Stadtrundfahrt …durch die Innenstadt von Wien


     
 Stadtführer Heinz Bucher (2.v.l.)
mit Beatrix und Dr. Herbert Bauer                                          .........................................Impressionen  Stadtrundfahrt........................................


.............und dann hinaus nach Schloss Belvedere mit einer kurzen Besichtigung.

   
                                                        ............................................Impressionen Belvedere....................................

Danach führte die Busfahrt über die Donau hinauf zum Kahlenberg, einem beliebten Ausflugsziel mit einem herrlichen Rundblick über die Stadt.



              
                  Im Hintergrund der Kahlenberg                                               ........................Herrlicher Rundblick....................................

Die Rückfahrt führte wie geplant an Grinzing vorbei mit einer Einkehr in einem der Heurigen Lokale. Es wurde ein geselliger Abend bei lauen Sommertemperaturen.
Dabei kam es auch zu einem verabredeten Treffen mit Mag. Karin Widermann vom Lions Club Tulln an der Donau, die zur Zeit das Amt des Governors im Distrikt 114-Ost bekleidet.
    
             Eintreffen beim Heurigen                            Auf einen schönen Abend                                  Lauschige Atmosphäre                                 Karin Widermann (Mitte) mit
                                                                                                                                                                                                                                  Prof. Horst u. Helga Schmidt-Bischoffshausen
Zu vorgerückter Stunde wurde dann in individuellen Fahrgemeinschaften die Rückfahrt in das Hotel angetreten.
 
Am nächsten Morgen stand ein Besuch der Nationalbibliothek auf dem Programm

Eine der Hauptaufgaben der Nationalbibliothek ist die Sammlung aller in Österreich erscheinenden Publikationen, auch aller Dissertationen.


                 Zugang zur Nationalbibliothek                                                     .....................................Impressionen Prunksaal...................................... 

Es wurde eine Führung in zwei Gruppen durch den Prunksaal organisiert. Aktueller Anlass war eine besondere Ausstellung anlässlich des 500. Todestages von Kaiser Maximilian I.
Der Prunksaal liegt im ersten Gebäude, das eigens für die Hofbibliothek gebaut wurde, fertiggestellt im Jahr 1726. 

Der Prunksaal ist entsprechend der Aufstellung der Bücher in eine  Kriegs - und in eine Friedensseite geteilt, eine Anordnung, die sich auch in den Fresken widerspiegelt.

               

Nach dieser Führung stand der Rest des Tages zur freien Verfügung. Beliebte Ziele einzelner Gruppen waren das Museum auf Schloss Belvedere, eine Führung durch Schloss Schönbrunn oder
der Besuch eines der zahlreichen Museen.  

 

Der Abend startete mit einem Sekt-Empfang  auf der kleinen Terrasse des Hotels.  Beste Stimmung, beste Laune, ein farbenfrohes Bild bei herrlichem Sonnenschein.


  
       
    
                                                   .....................................Impressionen vom Sekt-Empfang.......................


Im Anschluss an den Empfang begann das Gala-Abendessen im Saal Brahms mit Aussicht auf den Stephansdom.


Im Mittelpunkt  stand zunächst der Rückblick des scheidenden Präsidenten Dr. Herbert Bauer auf das Lions Jahr 2018/2019 mit zahlreichen

Fakten und einigen amüsanten Anekdoten. Er erhielt viel Beifall für sein erfolgreiches Präsidentenjahr.

Seine letzte Amtshandlung war die Übergabe der „Julia“, Zeichen der Präsidentschaft in unserem Lions-Club, an den neu gewählten Präsidenten Dr. Hans-Otto Feldhütter.


Dieser zeichnete  gelassen einige Vorstellungen bezüglich seines Präsidentenjahres und schilderte erste Eckpunkte seines Programms.

Der erste Clubabend wird etwas vorgezogen bereits am 16. September 2019 stattfinden. Fest eingeplant ist wieder ein Business Dinner, dessen Temin mit dem 9. März 2020

bereits feststeht. Da der Erfolg dieser Activity von der Anzahl teilnehmender Mitglieder und deren Einwerbung von Freunden und Bekannten abhängt, bat er, diesen Termin bereits
jetzt fest im Kalender vorzumerken.

Schließlich hat sich  Dr. Hans-Otto Feldhütter auch schon auf die Abschlussfahrt für das Jahr 2020 festgelegt. Diese wird vom 26. - 28.Juni 2020 nach Dresden gehen.


         

       
                   Rückblick von Dr. Herbert Bauer                           Übergabe an Dr. Hans-Otto Feldhütter              Souverän und gelassen seine Einführung  Kleine Aufmerksamkeit für Herbert Bauer                                                      
                                                                                                                                                                                                                                                 (Geburtstag) und  Gattin Beatrix                                                                   
  
      
                                                                          
                                                                                    Am Präsidententisch  mit VP Prof. Josef Nassauer (4.v.l.) und
(                                                                                                           Past Präsident Paul Hendrys (3.v.re)


                                                                                                                                                                                        

 Die interessanten und kurzweiligen Ausführungen trugen in besonderer Weise zur heiteren und geselligen Stimmung bei.

                          
                                .......................................................................  Impressionen vom Abend   ................................................................

       

                           

Die Zeit verging wie im Flug. Ehe man sich versah, war es kurz vor Mitternacht. Viele ließen dann den Abend noch in der Hotelbar ausklingen.


Am Morgen wurde die Option „ Frühstück ab 7.00 Uhr“  trotz morgendlicher Kühle kaum gezogen. Man ließ es gemächlich angehen, nutzte die Zeit für individuelles Schlendern

in der näheren Umgebung oder auch für den Besuch eines Gottesdienstes.

 
Kurz vor Mittag trafen sich alle pünktlich  zu einer  Sight Seeing Tour mit dem Schiff. Auf der Donau  ging es zunächst Richtung Donau City und Kahlenberg. Nach einer Wende
an der Schleuse führte die Tour durch den Donau-Kanal  zurück zum Ausgangspunkt. 


   
                    Jubiläumskirche                                    DC Tower    -   Hotel                            Millenium Tower   -  Business                             Donaukanal


Nach dieser Schifffahrt war es auch schon Zeit, zum Bahnhof aufzubrechen für die Rückreise nach München. 
 
                   
                             Noch schnell ein Eis                                  "Ein Zug wird kommen .."                            ....... Zurück nach München..........

              
Die herrliche  Abschlussfahrt 2019 nach Wien, geprägt vom freundschaftlichen Zusammenhalt in unserem Club, wird allen noch lange in bester Erinnerung bleiben. 
Ein großes Kompliment allen Teilnehmern, die bei tropischen Temperaturen von 35 Grad Celsius das Programm voll mitgemacht haben
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 Für den letzten Clubabend am 3. Juni 2019 war es über LF Dr. Alois Schneck gelungen, Herrn Dipl.sc.pol.Univ. Tobias Winkler, Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München zu einem Vortrag zu gewinnen mit dem Thema

                                            

                                                      „ Die Europäische Union verstehen: Aufbau, Aufgaben, Ausblick"

                                                                                                                                                 


Die Förderung des Friedens und der Völkerverständigung bilden mit die wichtigsten Ziele von Lions Clubs International. Sie werden in den Grundsätzen von Lions und unserem Leitbild Vielfalt präzisiert. Diese Ziele besitzen aufgrund der Geschichte für europäische Lions eine besondere Bedeutung und sind inhaltlich in gleicher Weise als Präambel des Gründungsvertrages der EWG von Rom vorangestellt. Der deutsche Governorrat hat uns gebeten, aktiv für dieses unser Europa zu wirken und in Diskussionen und Vorträgen für Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzutreten. Am europäischen Projekt ist manches noch zu verbessern, aber es ist ohne Alternative und essentiell für unsere Zukunft.
Mit einem einstimmigen Votum vom Governorrat 2018/2019 und dem Distrikt-Governor-Elect 2019/2020 am 
12.1.2019 in Erfurt wurde hierzu die Grundsatzerklärung „Lions für Europa“ verabschiedet.

Wir haben daher dieses Projekt „Lions für Europa“ zum Thema dieses Lionsabends gemacht.


Vor diesem Hintergrund konnte Vizepräsident Dr. Hans-Otto Feldhütter in Vertretung von Präsident Dr. Herbert Bauer den Referenten zu einem für dieses Thema idealen Zeitpunkt begrüßen, hatten doch auch die Europawahlen erst gut eine Woche vorher stattgefunden.

                                                                       

                                                                        VP Dr. Hans-Otto Feldhütter begrüßt Tobias Winkler;

                                                                        li. Dr. Alois Schneck, Activity Beauftragter


Tobias Winkler hat Politikwissenschaften an der Hochschule für Politik in München studiert und war 10 Jahre engster Mitarbeiter von Europaabgeordneten, davon 7 ½ Jahre in Brüssel und Straßburg. Als Büroleiter von Vizepräsident Dr. Ingo Friedrich gewann er tiefe Einblicke in die Abläufe und Hintergründe Europäischer Politikgestaltung. Ab 2009 leitete er das Büro des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Gert Pöttering und begleitete ihn als Berater zu zahlreichen politischen Gesprächen mit Staatspräsidenten, Regierungschefs und hohen Kirchenvertretern in über 25 Länder.

Seit 2015 leitet er das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in München und vertritt die Institution in Bayern und Baden-Württemberg gegenüber den Staatsregierungen, den Landtagen und Kommunen sowie im Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern in Vereinen, Verbänden oder Schulen. Seit 2016 ist Tobias Winkler Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.


Im Vorspann ging Tobias Winkler kurz auf das Netzwerk der Verbindungsbüros ein. Alle 28 Mitgliedsstaaten haben ein Verbindungsbüro in der jeweiligen Hauptstadt. In den sechs größten Mitgliedstaaten  gibt es ein zweites Büro. So auch in Deutschland - ein Büro in Berlin und ein zweites in München, zuständig für die Länder Bayern und Baden-Württemberg. Das Büro hat jetzt 25 Abgeordnete zu betreuen. Bayern ist dabei ein wesentlicher Partner. Es würde als Mitgliedsland in der EU an achter Stelle bezüglich Bevölkerung und an sechster Stelle bezüglich Wirtschaftskraft rangieren.


Die Zielsetzungen der Europäischen Union erläuterte Tobias Winkler mit Bezug auf Artikel 3 des Lissabonner Vertrages - Frieden, Stabilität, Nachhaltigkeit, Freiheit und Sicherheit sowie Solidarität

 

                  
                                                 Tobias Winkler erläutert die Ziele der EU

                                                                          

Der Lissabonner Vertrag ist im Dezember 2009 in Kraft getreten und bildet eine Weiterentwicklung früherer Verträge wie Maastricht (EU) oder Rom (EWG, Euratom). 
Winkler nahm dabei auch noch Bezug auf die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, oft auch als Montanunion bezeichnet, die ein Vorläufer der EU war. Die Organisation wurde am 18. April 1951 durch den Vertrag von Paris gegründet, der am 23. Juli 1952 in Kraft trat und auf 50 Jahre ausgelegt war. Die Mitgliedsstaaten waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Zugrunde lag eine Initiative des französischen Außenministers Robert Schuman, der dem deutschen Kanzler Konrad Adenauer die Hand reichte und den Vorschlag einer gemeinsamen Kontrolle der kriegswichtigen Montanindustrie durch die Mitgliedsstaaten ohne Zoll unterbreitete. Konrad Adenauer nahm dieses Angebot sofort an. Denn  das bedeutete, dass das Ruhrgebiet, das unter Kontrolle der internationalen Ruhrbehörde und britischer Besatzung stand und dessen Anlagen bis 1949 zum Teil als Reparationen demontiert wurden, eine Chance für neues Wachstum bekam. Diese geschichtlichen Wurzeln sind nicht unbedeutend für ein besseres Verständnis mancher Zusammenhänge in der EU. 

  

Die EU ist Garant für Frieden in Europa. Dies zeigte Tobias Winkler an einem Zeitstrahl mit der längsten Friedensperiode Europas seit der Unterzeichnung der römischen Verträge am 25.3.1957 zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom).

Unterzeichner der Römischen Verträge waren die sechs Staaten, die auch die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl EGKS bildeten. Ziele waren eine Zollunion mit einemgemeinsamen Außenzoll, der Abbau interner Handelshemmnisse und die Errichtung eines gemeinsamen Marktes, Bewegungsfreiheit für Personen, Waren und Dienstleistungen sowie die engere Zusammenarbeit in der friedlichen Nutzung der Atomenergie. 

                             
                                                         Tobias Winkler erläutert Phasen von Krieg und Frieden in Europa seit 1500

Die hieraus weiterentwickelte EU erhielt 2012 den Friedensnobelpreis. Sie umfasst heute 28 Mitgliedsstaaten, hat einen Haushalt von 150 Mrd. Euro und vertritt 510 Mio Menschen. Alle Debatten werden simultan in die 24 Amtssprachen der Mitgliedsstaaten übersetzt.

                                   
                                                                                Kenndaten der EU                                               Institutionelles Dreieck der EU

                                                                              



Mit diesem Zusammenschluss will man in der Welt Einfluss gewinnen. Dies dient der Stärkung der Wettbewerbsposition auf den Weltmärkten, ein essentieller Aspekt in Anbetracht der wirtschaftlichen Größe und Dynamik von z.B. China, USA und Russland. Mit einer Position der Stärke will man auch Regeln in der Globalisierung mitgestalten - Produktionsbedingungen, Behandlung von Arbeitnehmern, Lösung von Umweltfragen bis hin zu Grundzügen sozialer Sicherungssysteme. Eine große Herausforderung sind auch die politischen Klimaziele, die nur im Zusammenschluss mit Verbündeten zu realisieren sind.

Die wesentlichen Institutionen der EU sind das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union  und die Europäische Kommission. Die Abgeordneten im EU Parlament sind ihren politischen Überzeugungen verpflichtet, nicht den jeweiligen Ländern. Im Rat der Europäischen Union sind die Minister der jeweiligen Ressorts aus den 28 Mitgliedsstaaten vertreten. Die EU Kommission mit 28 Kommissaren entspricht letztlich der Regierung.



Alle Debatten im Europäischen Parlament sind öffentlich zugänglich und können auch über Livestreams verfolgt werden. Alle Plenarsitzungen der letzten 20 Jahre sind jederzeit in allen Sprachen mobil abrufbar.


                                                                               
                                                                                Möglichkeit der Online Verfolgung von Debatten der EU


Ziel von Tobias Winkler war es, mit sachlicher Information ein besseres Verständnis und auch Gefühl für die EU zu vermitteln. Am Ende des  beeindruckenden Vortrages waren sich alle einig: "Ziel erreicht."

Tobias Winkler erhielt lang anhalten Beifall für seine geschliffene Rede. Es war ein guter Europa Tag im Lions Club. 


      

                                   Gut besuchter Clubabend bei hochsommerlichen Temperaturen                                                                     Strahlende Gesichter

  

Weitere Information zu EU Parlament mit Bezug zu den jüngsten Wahlen sowie Diskussion siehe Seite Jour fixe.

 

Auf dem Clubabend am 20. Mai 2019 konnte  Präsident Dr. Herbert Bauer als Referentin

Frau Dagmar Voß begrüßen, Landschaftsarchitektin und Geschäftsführerin der Bayerischen Landesgartenschau GmbH.

Im Zusammenwirken mit unserem LF Wolfram Vaitl-Gloo war es gelungen, sie für einen Vortrag zu gewinnen zu dem Thema

             

                                     „Vierzig Jahre Bayerische Gartenschauen – Vom Zeitlosen im Zeitgeist“

      

Damar Voß hat 1984 ihr Diplom als Dipl.-Ing. (FH) der Landespflege an der Fachhochschule Weihenstephan erworben. Sie war von 1984 bis 1992   bei Landschaftsarchitekturbüros, im Planungsreferat der Stadt München (Grünordnungsplanung)
 und bei der Landesgartenschau Ingolstadt (1992) tätig.
Seit 1993 ist sie Mitarbeiterin der Bayerischen Landesgartenschau GmbH und seit 2001 deren Geschäftsführerin. In ihrer Tätigkeit hat Frau Voß seit 1994 bis 2016 viele Landesgartenschauen betreut, z.B. in 
Hof (1994), Neumarkt (1998), 
Cham (2001), Burghausen (2004) Marktredwitz-Cheb/Eger (2006), Waldkirchen (2007), Rosenheim (2010) und Bayreuth (2016).
                           
                    
                  Präs. Dr. Herbert Bauer begrüßt Dagmar Voß (li)                  Die Referentin beim Vortrag...                                  .. im Gespräch mit Prof. Rudolf Klingshirn (re)  
                   re. Dorothee Römisch, Lions Chairperson R1 / Z2                                                                                                  und Prof. Horst Schmidt-Bischoffshausen
                 
                                                                                                                                                                                                 
                

Die Ziele der Bayerischen Gartenschauen wurden 1978 benannt und gelten auch heute noch. Sie sind in der Satzung der gemeinnützigen Landesgartenschau GmbH und im Förderprogramm des Freistaates Bayern festgeschrieben.

Federführend hierfür ist das Bayerische Umweltministerium. Als Ziele der Gartenschauen sind u.a. zu nennen die Schaffung von neuen dauerhaften grünen Naherholungsflächen in Siedlungsräumen, die wesentliche Weiterentwicklung

von bestehenden Anlagen und Freiflächen sowie die Schaffung eines Präsentations- und Informationsforums für vielfältige Gartenbau-und Umweltthemen durch temporäre Ausstellungen.  Diese Ziele entsprechen dem Zweck der Förderung

des Freistaates - einer dauerhaften  Verbesserung der Naherholungsmöglichkeiten in Siedlungsräumen sowie der Föderung einer integrierten Stadt- und Stadtumlandentwicklung .

Kommunen haben die Möglichkeit, sich zu bewerben bzw. werden pro aktiv kontaktiert.
Die Landesgartenschau GmbH  wirkt beratend, auch in der Phase der Entscheidungsfindung. Die Entscheidung für den Zuschlag einer Kommune wird  durch das Umweltministerium getroffen, in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium.

Gefördert werden Projekte mit einer Pespektive von 25 Jahren. Die max. Förderung beträgt 50% und ist auf 5 mio Euro beschränkt.

Maximale Investitionen einer Landesgartenschau bewegen sich also in einer Größenordnung bis zu ca. 10 mio Euro. Da es möglich ist, weitere Förderquellen zu erschließen, lassen sich Förderungen von 75 - 80% realisieren. Damit bleiben die

Belastungen für die siegreichen Kommunen überschaubar.
Nach getroffener Entscheidung unterstützt die Landesgartenschau Gmbh auch bei der Umsetzung, gerade auch im Hinblick auf die Einhaltung der Vergaberichtlinien
.


Dagmar Voß hat dann verschiedene Beispiele von Landesgartenschauen vorgestellt, alle mit ihrer eigenen Geschichte und ihrem eigenen Umfeld. Dieser Überblick vermittelte Eindrücke von der Erfolgsgeschichte von 40 Jahren

Bayerische Landesgartenschauen hinsichtlich nachhaltiger grüner Stadtentwicklung unter ökologischen und ökonomischen Aspekten. Das imagefördernde Potential der Gartenschauen für die Städte und Regionen wurde

deutlich, ebenso eine höhere Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt. Weitere Informationen gerade auch im Hinblick auf zukünftige Gartenschauen siehe Seite Jour fixe

Die Ausführungen von Dagmar Voß wurden mit großem Interesse verfolgt und mit herzlichem Applaus bedacht.

 

           
                                    ....................... Gut besuchter Clubabend ..................                                                              Der Dank des Präsidenten




Für den Clubabend am 06. Mai 2019 konnte  Präsident Dr. Herbert Bauer als Referenten unseren LF Dr. phil. Jürgen Böddrich gewinnen  zu dem  Thema

 

                100 Jahre Verträge von Versailles und deren Wirksamkeit bis heute

                                                      inkl. der Vorort Verträge von Paris

          



          

Diese  Versailler Verträge  veränderten signifikant die politische Situation in Europa und im Nahen Osten und sind auch heute noch von Bedeutung und eine der Ursachen für manch instabile Region.

 Dr. phil. Jürgen Böddrich hat 1953 das Abitur am Alten Real Gymnasium München abgelegt.  1953 – 1958 folgte das Studium Germanistik mit Hauptfach Geschichte, Geographie und Geologie an der LMU München.
Von 1958 – 1962 promovierte er am Geographischen Institut München über den  wirtschaftlichen und sozialen Strukturwandel i Münchner Norden ( Schwabing)seit 1850.
In der Zeit von 1962 - 1972 wirkte er als Studiendirektor am Sophie Scholl Gymnasium sowie am Luisen Gymnasium und war Gründungsdirektor am Bert Brecht Gymnasium in Pasing
Von 1966 – 1986 war er Abgeordneter im Bayerischen Landtag für den Münchner Norden, stellvetretender Landesvorsitzender der SPD und stellvertretender SPD- Fraktionsvorsitzender sowie  Mitglied im Landes-Denkmalrat.
In den Jahren 1970 2017 wirkte an der  Hochschule für Politik in München als Dozent und Kuratoriumsvorsitzender.

Dr.Jürgen Böddrich ist Träger zahlreicher hoher Auszeichnungen – Bayerischer Verdienstorden, Bayerische Verfassungsmedaille in Gold, Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, National Preis für Denkmalschutz Deutschland.                                                                                            

Mit tiefgreifendem Wissen über die jüngere Geschichte sowie mit seiner langjährigen  politischen Erfahrung zeichnete Dr. Jürgen Böddrich ein Bild von der Bedeutung der Versailler Verträge, wie es vielen von uns in dieser Form  nicht bewußt war.

              
                   Präsident Dr. Herbert Bauer begrüßt                                         Dr. Jürgen Böddrich bei einen Ausführungen                                             Am PC - Brigitte Böddrich

 
Um die Härte der Versailler Verträge für Deutschland zu verstehen, ist es wichtig, auf das Jahr 1871 zurückzublicken. Mit dem Sieg gegen Frankreich wurde eine gewisse Reichseinheit hergestellt und Deutschland rückte  zu einer Großmacht im europäischen Konzert auf.  Bismarck versuchte mit seiner Politik ausgleichend zu wirken. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass sich Wilhelm I. gerade im Schloss Versailles zum ersten deutschen Kaiser ausrufen ließ , dem kulturellen Herz Frankreichs. Diese Demütigung und Provokation  wurde von der gegnerischen Seite nicht vergessen. Bismarck versucht mit seiner ausgleichenden Politik moderierend zu wirken. Mit Bismarcks Entlassung durch Kaiser Wilhelm II. zerbrach diese moderierende Wirkung und wurde von der Gegenseite genutzt. So befand sich Deutschland bei der Kolonienverteilung nur mehr am Katzentisch der imperialen Großmächte.

Der europäische Imperialismus sowie die  Kriegsbereitschaft der konkurrierenden Staaten  führte  letztlich zum Ersten Weltkrieg 1914 - 1918, für den das Attentat von Sarajewo nur der Auslöser war.

Als die deutschen Truppen dem Druck der Alliierten - USA hatte sich ab 1917 an den Kriegshandlungen beteiligt,  nicht mehr Stand halten konnten, unterbreitet die Deutsche Heeresleitung im September 1918 ein sofortiges Waffenstillstandsabkommen an den US Präsidenten Woodrow Wilson, der sich für einen Frieden ohne Sieg aussprach. Aber ihm wurde nicht gefolgt. Die Härte der Bedingungen für den Waffenstillstand ließen nichst Gutes erwarten. Der Waffenstillstand wurde vom Verhandlungsführer auf deutscher Seite, Mathias Erzberger, am 11.11.1918 unterzeichnet. Die Bedingungen waren extrem - u.a. die Räumung besetzter Gebiete In Frankreich und Belgien, die Räumung des linken Rheinufers , eine 10 km breite neutrale Zone rechts des Rheins sowie die Ablieferung von Waffen wie U-Boote, Hochseeflotte und Kriegsflugzeuge.

Am 18. Januar 1919 wurde die sog. Friedenskonferenz im Spiegelsaal von Versailles eröffnet, zunächst mit 70 Delegierten. In einigen Schritten wurde dann ein Konsortium von 4 Staaten ( USA, Frankreich, Großbritannien und Italien) gebildet, aus dem letztlich Italien noch ausschied. Im Rahmen dieser Konferenz  wurde auf Initiative der USA der Völkerbund gegründet. Er sollte auf Dauer den Weltfrieden  garantieren. Seltsam, dass dieser von den USA nicht unterzeichnet wurde

Am 7. Mai 1919 wurde Deutschland das Ergebnis der Vertragsverhandlungen zugestellt mit der Aufforderung zu unterzeichnen. Angesichts der militärischen Bedrohung der Alliierten und der Androhung einer weiteren Hungerblockade  beschloss die Deutsche National Versammlung am 23. Juni 1919 die Annahme des Versailler Vertrages mit schwer zu akzeptierenden Forderungen.

                                                                                                     

Vor allem die Reparationsbestimmungen waren von unrealistischer Härte. Deutschland mußte z.B. jahrlich 5 Mrd Goldmark zahlen. Keine deutsche Regierung konnte dies erfüllen. Als Ende 1992 nur 1,6 % der Zahlungen noch ausstanden, wurde mit alle Härte reagiert, nämlich dem Einmarsch in das Ruhrgebiet.

Im Jahre 1932 äußerte sich Großbritanniens Präsident David Lloyd George rückblickend, dass die Härte dieser Bedingungen von keinem Land zu schultern gewesen sei.

Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit waren die Folge, vor allem in Deutschland, und einer der Auslöser für das Erstarken nationalistischer Strömungen, die letztlich zum Zweiten Weltkrieg führten.

In den Vorort Verträgen von Paris -  Saint Germain, Neuilly, Trianon, Sevres -  wurde über die Jahre eine weitreichende  territoriale Neuordnung gewachsener Strukturen in  Ländern in Zentral- und Osteuropa  sowie im Nahen Osten vorgenommen.
( Erläuterungen siehe Seite Jour fixe.)

Das Ergebnis der Versailler Verträge sowie der Vorort-Verträge war also insgesamt kein "Frieden ohne Sieg", sondern einer mit territorialen Eingriffen in gewachsene Strukturen zahlreicher Länder. Die dadurch ausgelösten Spannungen sind auch heute  im weltpolitischen Geschehen immer wieder zu sehen. Wir in Deutschland und Frankreich hatten jedoch das Glück, mit Adenauer und de Gaulle aktive Versöhner zu haben.

Dieser beeindruckende  Einblick in die Geschichte, den Dr. Jürgen Böddrich und seine Gattin Brigitte erstellten, war eine faszinierende Reise durch bedeutende Ereignisse  unserer jüngeren Geschichte. Rhetorisch exzellent vorgetragen, war dieser fesselnde Vortrag einer der Höhepunkte in unserem Lions Jahr.

Präsident  Dr. Herbert Bauer dankte Dr. Jürgen Böddrich  herzlich mit einer freundschaftlichen Umarmung ...und der obligatorischen Flasche Rotwein.

      
                                   Großer Andrang                                                                        Der Referent                                                           Der Dank des Präsidenten                                                 Glücklich zufriedenes Team                                                    


 


Für den Clubabend am 25. März 2019 konnte  Präsident Dr. Herbert Bauer als Referenten Prof. Dr. Gerhard Haszprunar gewinnen zu dem  Thema

 

                            „Artenvielfalt – 10 Tipps für mehr Biodiversität

           


 Prof. Dr. Haszprunar, Jahrgang 1957, hat 1988 an der Universität Innsbruck für das Fachgebiet Zoologie habilitiert. Er ist u.a. seit 2006 Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und seit 2018 Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO). Neben weiteren Ehrungen wurde er 2008 mit dem „Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“ ausgezeichnet. Er hat mehr als 185 Fachartikel und 3 Bücher veröffentlicht.


                       

                            Präs. Dr. Herbert Bauer (li.) u. Prof. Dr. G. Haszprunar                        Tipp 1 des Referenten...                                       ........Blühende Wiesen


Biodiversität hat besondere Aktualität in Anbetracht des kürzlich in Bayern erfolgreiche verlaufenen Volksbegehrens "Rettet die Bienen", das u.a. den Erhalt der Artenvielfalt zum Ziele hat.

Mit natürlichem Charme  hat  sich Prof. Haszprunar in diesem Vortrag auf die  biologischen Aspekte konzentriert und persönlichem oder politischem Übereifer die Spitze genommen mit dem Kommentar,
vorgetragen mit einem Lächeln im Gesicht:  " Wer meint, die ganze Welt retten zu müssen, ist meist selbst nicht zu retten."

Dennoch die Aktivitäten zu Biodiversität sind eingebettet in globales Denken. Empfohlen wird, regional zu planen und lokal zu handeln.

Der Vortrag hat sich auf insgesamt 10 praktikable Vorschläge fokussiert, mit denen man unter vertretbarem Aufwand die Artenvielfalt in Gärten, Schulen, Betrieben oder anderen Freiflächen, auch im heimischen Umfeld,  erhöhen

und damit unmittelbar genießen kann.

 Tipp Nr. 1 Wiese statt Rasen. Vorteile sind viele Blüten von April bis Oktober ... dies ist bunt und schön und freut die Bestäuber. Und es ist in der Regel nur 1 bis 2 mal pro Jahr zu mähen.

Ein weiterer Tipp...Blütenhecken...Thujen nur dort, wo ganzjährig grün als Sichtschutz erforderlich ist. 

Ein weitere interessanter Tipp: Betonwände begrünt mit Wildem Wein, Efeu etc.

Ein abschließender Tipp. "Tue Gutes und rede darüber". Mit vielfältigen Kommunikationsmitteln können Belegschaft, Besucher und Gäste über getroffene Maßnahmen informiert werden .
Damit kann man Misverständnissen vorbeugen ( zu faul zum Mähen), aber auch ein Beispiel setzen, motivierend für andere Unternehmer und Hausbesitzer.

Die Ausführungen von Prof. Haszprunar wurden mit großem Interesse verfolgt und  mit herzlichem Beifall bedacht. Viel Wahrheit und Neues, einfach verpackt und mit Charme kommuniziert.

Fragen in der Diskussion drehten sich vorwiegend um Aspekte, was man im häuslichen Umfeld für die Artenvielfalt tun kann. Weitere Details zu den Tipps ( s. Seite Jour fixe)  

Aufgrund des Interesses hat Prof. Haszprunar die Lions spontan zu einem Besuch in die zoologische Staatssammlung in München eingeladen. Dies wurde schon im Terminkalender vorgemerkt.   

           
                                Gut besuchter Clubabend                                                        Zum Dank ein guter Tropfen Wein
    


 Am Clubabend am 11. März 2019 konnte Präsident Dr. Herbert Bauer als Referenten Annette Arand und Gerhard Sturm von wohlBEDACHT e. V. aus München begrüßen, deren Organisation sich in besonderem Maße der

                                                                            Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz

verschrieben hat.


Die demographische Entwicklung der Bevölkerung  in Deutschland zeigt, dass der Anteil der älteren Menschen kontinuierlich zunimmt. Damit wächst die Zahl derer, die im Alter einer pflegerischen Begleitung bedürfen.

                        
                                          Bedürfnisse erkennen                                        Gewohnheiten berücksichtigen                                      Emotionen zulassen

Damit einhergeht auch eine Zunahme der Anzahl an Menschen mit demenzieller Erkrankung. Eine große gesellschaftliche Herausforderung - gerade in einem Ballungsraum wie München,- der sich auch unsere Lions Club nicht verschließt.Vor zwei Jahren wurde ein erster Kontakt zu wohlBEDACHT e.V. aufgebaut und im Rahmen unserer 50 000 Euro Challenge auch ein Projekt gefördert.                                                                                                            
wohlBEDACHT - Wohnen für dementiell Erkrankte e.V. in München wurde vor ca. 20 Jahren gegründet. Annette Arand ist Gründungsmitglied und Gerhard Sturm ist einer der Gründer von deren Tagestätte Rosengarten.
Beide sind seit über 20 Jahren in der Pflege von Menschen mit Demenz engagiert. Eine besondere Herausforderung. Denn bei Demenz gehen die kognitiven Fähigkeiten  zurück, während Emotionen stärker zutage treten. .

                          
                            Präsident Dr. Herbert Bauer ( re.) begrüßt Annette Arand und Gerhard Sturm                   Vorbereitung der Präsentation


    

     

 
wohlBEDACHT e.V. ist dabei ein  Projekteverein, der bedürfnisorientiert Angebote für dementiell Erkrankte und ihre Familien entwickelt und umsetzt.
Entstanden sind z.B. Demenz-WGs ( in Riem und Allach), ein Demenzkrisendienst, eine Demenz-Nachtbetreuung, der Rosengarten als Tagesstätte für Demenzkranke in München. und eine Bay. Beratungsstelle für seltene Demenzerkrankungen. Denn es gibt ca. 250 Demenzerkrankungen  mit sehr unterschiedlichen Auffälligkeiten
 wohlBEDACHT e.V. versorgt überdurchschnittlich viele Demenzkranke  mit ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten. Hierzu wurde mit  sanftMUTIG eine besondere Charta zur Demenzpflege entwickelt. Sie läßt Demenzkranken ihre Freiheit, ihr Leben zu führen, wie sie es jetzt möchten. Und sie geben ihren Mitarbeitern die Freiheit, auf diese Wünsche einzugehen. Kennzeichnend ist also die Kombination von innovativen Hilfsangeboten  mit einer besonderen Form der Betreuung . Zur Zeit gibt es 21 Gruppen mit je einem hauptamtlichen und ehrenamtlichen Betreuer.
Mobilität ist dabei sehr wichtig. In diesem Zusammenhang wurde auch unsere Förderung einer E- Rikscha - gemeinsam mit Münchner für Münchner e.V. - sehr lobend erwähnt. Die Rikscha erfährt viel wohlwollende Aufmerksamkeit
in den Straßenvon München.  Mit dem gut sichtbaten Lions Logo ist die E-Rikscha ein  vielfach und vielerorts präsenter Botschafter für unser soziales Engagement.

Impressionen
Annette Arand  und Gerhard Sturm erhielten herzlichen und anerkennenden Applaus für den informativen Einblick in ihre Arbeit und für ihr großes soziales Engagement.
                                                                        
                                                                                   Als Dank ein kleines Präsent des Präsidenten

Die Angebote von wohlBEDACHT e.V. sind sehr gefragt. Weitere Projekte sind im Entstehen ( s. Seite Jour fixe)
                                                              

 
Fischessen am Aschermittwoch am 6. März 2019 -  christliche Tradition wird gelebt

Am Aschermittwoch war wieder zum traditionellen Fischessen unseres Lions Clubs eingeladen. Auch in diesem Jahr fand es  in unserem Stammhotel Eden Wolff in einem  gemütlichen Nebenraum statt.
Der Aschermittwoch steht für den Beginn der Fastenzeit. Seit der Spätantike mußten im Christentum Menschen, denen eine Buße auferlegt wurde, ein Büßergewand tragen und sie wurden mit Asche bestreut.
Nachdem sich immer mehr Menschen mit den Büßern solidarisierten, setzte sich im 11.Jahrhundert die Aschebestreuung für alle durch. Papst Urban II. empfahl schließlich auf der  Synode von Benevent im Jahr 1091 die Aschbestreuung für die gesamte Kirche. Dieses Ritual erinnert an die Vergänglichkeit des Lebens und mahnt zur Besinnung auf geistliche Werte und damit auch auf Gott.
Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch soll helfen, sich mehr auf das Geistliche zu konzentrieren. Deshalb traditionell Fisch am Aschermittwoch, einem der wichtigsten Fastentage.
Und die Lions pflegen diese christliche Tradition. Präsident Dr. Herbert Bauer begrüßte die Gäste des Abends, die in gleicher Anzahl wie im Vorjahr erschienen waren.
Mit dieser Einstimmung  ging es in einen kurzweiligen Abend mit interessanten Diskussionen, unterhaltsamen Gesprächen und mancher Anekdote aus dem persönlichen Leben. Die Zeit verging wie im Flug und mancher hat eine S-Bahn später genommen als ursprünglich geplant.
 
    
    Präsident Dr. Herbert Bauer "in Action"                                        Unterhaltsame  Gespräche                                             Zum Hauptgang Fisch.....                                        ...aber bitte "Nachtisch mit Sahne"



Für den  Clubabend am 18. Februar 2019 konnte Präsident Dr. Herbert Bauer als Referent District Governor Hans - Ludwig Rau gewinnen, Governor 2018/2019 für unseren District 111 Bayern Süd.


DG Rau war  Soldat und Strahlflugzeugführer; neben ministeriellen Verwendungen war er als Führungs-, Stabs- und Lehroffizier eingesetzt. Seit 20 Jahren ist er Lionsmitglied und war von 1999 – 2003 Mitglied des LC Wichita Falls/Texas, einem der Founder Clubs, die beim ersten Lions Kongress 1917 in Dallas gegründet wurden. 

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er u.a. Präsident, Sekretär und Mitgliedschaftsbeauftragter des LC Bad Wörishofen. Seit 5 Jahren ist er im District Kabinett tätig. 


Er sprach über das                  

                                            District Hilfs-Projekt                         WaSH in Kagera, Tansania,

das er mit Führungsqualität und Teamkompetenz in besonderer Weise vorantreibt und vor Ort in Afrika mit den Menschen  bei der Erstellung  der notwendigen Anlagen zusammenarbeitet,

                        
              DG Hans-Ludwig Rau mit Präs. Dr. Herbert Bauer ( re.)                ....beim Vortrag                                  .... beim Wasserholen in Kagera                       ...bei der Installation des Filterystems

WaSH steht für Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene.  Die Projekt- Aktivität unseres Districts ist eingebettet in die Lions Europe WaSH Working Group.

Aber wie bekam der District den Ansatzpunkt für die Umsetzung eines konkreten Projektes  in Afrika?  Über den Kontakt zu der Organisation Jambobukoba e.V.in München wurde ein Zusammenarbeit mit der Region Kagera in Tansania gestartet und an einem von vier ausgewählten Orten mit dem ersten Projekt begonnen.

Dieses erste WaSH Projekt unseres Distrikts wurde im August 2018 gestartet und wird bereits Anfang April 2019 fertiggestellt sein. Allein an diesem Ort werden u.a. über 1 200 Schulkinder mit sauberen Wasser versorgt, können Sanitäreinrichtungen benutzen und wurden in grundlegender Hygiene geschult.

Nach dem Vorgriff auf das so beeindruckende Projektergebnis  nun aber der Reihe nach zu den Daten und Fakten.

Das UNICEF Programm WaSH ist seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen unserer Lions Organisation. Ende 2017 betrug die Weltbevölkerung  rund 8 Mrd Menschen.

2,5 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu menschenwürdigen Sanitäranlagen. 1,3 Mrd Menschen nur Zugang zu kontaminiertem Wasser. 0,8 Mrd keinen Zugang zu Trinkwasser.

Alle 20 Sekunden stirbt ein Kind durch verunreinigtes Wasser.

                                                                                    

Diese Problematik stellt sich auch in besonderem Maße in Afrika mit 1,5 Mrd. Menschen. Rahmenbedingungen für das Projekt in Kagera/ Tansania

        

           Geograph. Lage von Kagera                               Wasser holen am Fluß                                             Zustand von Gebäuden                                          Komplettes Wassersystem

Zugang zu Wasser: Mädchen und Buben mußten Kilometer weit zu einem Fluß gehen, um mit Kanistern Wasser zu holen und dieses dann über hunderte von Höhenmetern in das Dorf schleppen.

Nun wurden an den Dächern der Häuser Auffangeinrichtungen für das Regenwasser installiert. In den 2 Monaten des Monsunregens können 400 000 ltr Wasser aufgefangen und in Zisternen gespeichert werden, der Bedarf für ein ganzes Jahr. 

Durch ein Filtersystem PAUL  wird das Wasser dekontaminiert. Den Menschen steht somit erstmals sauberes Trinkwasser zur Verfügung.

Rahmenbedingungen Sanitär Einrichtungen.  Es wurden  30 Toiletten gebaut. Da keine Kläranlage vorhanden, werden die Fäkalien in der Versitzgrube für ca. 1,5 Jahre luftdicht gehalten und nach einer Art Kompostierung zum Düngen verwendet.

Hygiene:  Die Kinder werden spielerisch an die Problematik herangeführt und aufgeklärt.  Oberstes Gebot ist Händewaschen. Dadurch wird der Kreislauf der Kontamination von Menschen und Gegenständern durchbrochen. Hierzu wurden einfache Spender für Seifenlauge und klares Wasser aufgebaut. In baulicher Hinsicht wird zudem ein Hygieneraum für Mädchen erstellt.

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Bis auf das Filtersystem  PAUL wurden alle Vorrichtungen im Lande von und mit den Einheimischen gefertigt, in Zusammenarbeit auf Augenhöhe, wie Hans-Ludwig Rau mit leuchtenden Augen erzählte.

Ein vorbildliches Projekt nach dem Motto:"Hilfe zur Selbsthilfe"


Für seinen mitreißenden Vortrag und sein Engagement erhielt Hans-Ludwig Rau "Standing Ovations". Eine derartige WaSH-Anlage für über 1 000 Menschen kostet 100 000 Euro. Hans-Ludwig Rau ist sehr stolz, dass sein District in nur wenigen Monaten 93 000 Euro aufgebracht hat. Die zur Zeit noch bestehende kleine Finanzierungslücke wird sich sicher schließen lassen.

 Zitat von Hans-Ludwig Rau: " Ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung der Lions aus unserem Distrikt  und es erfüllt mich mit besonderem Stolz, den Lions in unserem Distrikt in diesem Jahr dienen zu dürfen"

In der Diskussion wurden von den Teilnehmern des Abends vor allem Möglichkeiten und Wege angesprochen, z.B. über Stiftungen,   Finanzmittel zu erschließen, um weitere Projekte in Kagera zu realisieren, zum Wohle der Menschen.

Hans-Ludwig Rau wird nach den Ende seiner Governorzeit  WaSH-Projekte weiterführen und vielleicht auch einen ersten Lions Club in Afrika gründen. In all diesen Aktivitäten erfährt er die volle Unterstützung und Mitarbeit seiner Frau. Mit ihr wird er im Juni 2019 nach Tansania reisen, um eine feierliche Übergabe der Anlagen des ersten WaSH Projektes zu organisieren


                      
                     Präsident Dr. Bauer eröffnet die Diskussion              Die Teilnehmer... interessiert,, beeindruckt, gut gelaunt                            Strahlende Gesichter

Präsident Dr. Herbert Bauer dankte Hans Ludwig Rau sehr herzlich für diesen außergewöhnlichen Abend, mit dem er uns ein Hilfs-Projekt im fernen Afrika so nah gebracht hat.

Ein Clubabend, der noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.



 

Auch  Business Dinner  2019 ein voller Erfolg -


Hochinteressanter Vortrag von Dr. Gudrun Wacker, von der Stiftung  Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin, über
                                                                 Chinas neue Seidenstraße(n) - ökonomische und strategische Dimensionen

Zu diesem Businessdinner am 4. Februar 2019 haben die Mitglieder wieder zahlreichen Partner aus dem beruflichen Netzwerk sowie Freunde und Bekannte aus dem privaten Umfeld als Gäste eingeladen. Die erhobene Eintrittsspende geht voll in unsere sozialen Projekte, speziell im Großraum München.
Die Resonanz war hervorragend. Der große Europa Saal im Eden Hotel Wolff war mit 120 Teilnehmern maximal belegt, davon rund 100 externe Gäste, primär aus den Bereichen Industrie und Banken.
 
Dr. Herbert Bauer begrüßte als amtierender Präsident die Gäste, insbesondere die Referentin, sowie als hochrangigen Vertreter der Lions Organisation  den früheren Governor-Ratsvorsitzenden Deutschland, Daniel Isenrich ,
der im vergangenen Jahr für den Zeitraum 2019/2021 zum internationalen Vertreter im  LIONs Board in Oak Brook , Chicago, gewählt wurde

  
                 Präsident Dr. Herbert Bauer                                              Beste Unterhaltung - 2.v. re. Daniel Isenrich                                                                       Anregende Gespräche

               
Dann stellte Präsident Bauer die Referentin  des Abends vor.
Dr. Gudrun Wacker ist seit 2008  Senior Fellow in der Forschungsgruppe Asien der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Diese Stiftung ist eine unabhängige Forschungseinrichtung mit Nähe zur jeweiligen Bundesregierung.
Zuvor war sie von 2001 - 2007 Leiterin dieser Forschungsgruppe. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Innenpolitische Entwicklung Chinas, die chinesische Außen- und Sicherheitspolitik sowie Sicherheitsarrangements im asiatisch-pazifischen Raum.
Darüber hinaus ist Frau Dr. Wacker  Mitglied in hochrangigen Experten-Gremien in Europa und Asien. Im Jahr 2018 wurde Frau Dr. Wacker das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
                             

                       
                              Dr. Herbert Bauer und Dr. Gudrun Wacker                                      Auftakt zu einem großen Vortrag


Frau Dr. Wacker ging zunächst auf den Start dieses gigantischen Seidenstraßen-Projektes ein. Im Jahr 2013 lancierte Chinas Ministerpräsident Xi Jinping zunächst " Belt" und dann "Road", den Seidenstraßengürtel in Kasachstan und die Maritime Seidenstraße in Indonesien. Das ganze Vorgehen erfolgte nach traditionell chinesischem Muster. Zunächst vage und schwach definiert, dann progressive Ausgestaltung,  begleitet von positiver Rhetorik. Es werden  Erwartungen geweckt bei  Politikern und Firmen in vielen Staaten. Letztlich geht es um Wirtschaftskorridore und neue Räume, von Asien, speziell China bis nach Europa und Afrika.
  
                    Ausschnitt aus dem Vortrag                                                      Exzellente Referentin                                                       Voll fokussierte Teilnehmer
 
 
Bezüglich geschichtlicher Einordnung dieser Belt- and Road Initiative ( BRI) kann man auf das Jahr 1990 zurückgehen. Damals begann der Bau von  Verbindungswegen zwischen der chinesischen Nordwestprovinz Xinjiang und den Nachbarrepubliken in Zentralasien sowie die Planung einer neuen Eurasischen Landbrücke bis nach Rotterdam als Alterative zur Transsibirischen Eisenbahn.
Ende der 90-iger Jahre dann die große Erschließung des Westens Chinas mit Bau von Infrastruktur für wirtschaftliche Entwicklung der westlichen Peripherie...

Im Vergleich zu diesen Anfangsprojekten sind Chinas Interessen aber heute viele größer - Export von Überkapazitäten, Internationalisierung der Währung, Durchsetzung eigener Normen und Standards, strategische Positionierung weltweit.
Letztlich wird das Ziel einer Projektion des eigenen Entwicklungsansatzes über die Grenzen Chinas hinaus verfolgt, getragen von der Überzeugung, dieser sei westlichen Initiativen überlegen. 

Die Belt & Road Initiative (BRI) wurde zur Marke für ein zukunftsweisendes Mega-Projekt aufgebaut. Positive Resonanz wird u.a. erzielt  durch ohrgängige Musik-Videos,  mit denen auch die Jugend erreicht wird.
Eckpunkte  der Umsetzung dieses Vorhabens sind u.a die Bereitstellung finanzieller Ressourcen , Gipfelkonferenzen  zur Seidenstraße 2017 und 2019. 
Mehr als 60 tangierte Länder sind in BRI einbezogen und viele unterzeichneten ein Memorandum of Understanding in der Zuversicht auf wirtschaftliche Impulse. 
Darüberhinaus ist eine Ausdehnung der Initiative vorgesehen mit einer polaren Seidenstraße durch die Arktis mit Einbeziehung von Südamerika und des Südpazifik.  Desweiteren ist eine digitale Seidenstraße geplant mit einem eigenen chinesischen Satelliten-Navigationssystem. Letztlich wurde im Oktober 2017 das BRI Projekt im Parteistatut der KPCh festgeschrieben und garantiert Langfristigkeit.

Die Reaktionen waren zunächst allgemein positiv, auch in der EU. Russland war jedoch zunächst skeptisch wegen der Konkurrenzsituation zur Eurasischen Union. Widerstand zeigte sich insbesondere in Indien wegen des geplanten Wirtschaftskorridors von China nach Pakistan, der durch das umstrittene Kashmir verläuft.
Es begannen erste Überlegungen bezüglich einer Gegeninitiative, z.B durch Wiederbelebung des QUAD mit  USA, Australien, Japan und Indien. Die EU entwickelte in 2018 eine eigene Konnektivitätsstrategie EU - Asien.
Kritikpunkte wurden zunehmend lauter. Verschuldung beteiligter Länder, restriktiver "All in One" Ansatz des BRI  ...Chinesische Kredite, chinesische Unternehmen, chinesische Arbeiter, chinesische Materialien.
Keine Ausschreibungen für eine mögliche Beteiligung ausländischer Firmen an  Projekten. Verschiedene Staaten stellten nach  Regierungswechsel die weitere Teilhabe an  BRI in Frage. Auch in China selbst wird Initiative mittlerweile kontrovers disktutiert.
                                                                          

Was sind konkret die Auswirkungen auf Europa? Zunächst war die Reaktion positiv.  Aber "16 + 1", ein Format, in dem sich China mit 16 mittel- und osteuropäischen Staaten ( davon 11 EU- Mitgliedsstaaten) trifft -  hat das Potential für Zwiespalt in Europa.
Und China hat mit "Made in China 2025" Ziele formuliert, in verschiedenen Wirtschaftssektoren die Marktführung zu gewinnen und sich als Cyber Großmacht zu etablieren. 

Abschließend fasste Frau Dr. Wacker Ihre Ausführungen u.a. wie folgt zusammen. 
China hat unter Xi Jinping  bis Mitte des Jahrhunderts klare Ziele formuliert. In Europa und USA fehlt eine vergleichbare Vision. Das chinazentrische, multidimensionale Konnektivitäts-Projekt BRI hat das Potential, die Weltkarte geografisch, geo-ökonomisch und geo-strategisch zu verändern. Nicht auszuschließen, dass  mit BRI auch das Ziel einer neuen internationalen Ordnung mit chinesischen Charakteristika verfolgt wird,

Frau Dr. Wacker erhielt für Ihren exzellenten Vortrag langanhaltenden Applaus. Ihre Ausführungen weckten bei den Zuhörern großes Interesse, aber auch so manche Überlegung, ob wir in Europa Chancen und Risiken von BRI angemessen einordnen und z.B. in Deutschland ausreichend registrieren, dass die BRI Chinas mit einem Projekt bereits im Hafen von Duisburg angelangt ist.
Eine ausführliche Diskussion schloss sich an mit weiteren Interessanten Einschätzungen der Referentin. ( einige Details siehe Jour fixe)
                 
                  Finale des Vortrages - Auftakt zur Diskussion                                                Herzlicher Applaus                                          Dank des Präsidenten

Abschließend dankte Präsident Dr. Herbert Bauer  Frau Dr. Wacker für Ihren herausragenden Vortrag und ihr  Engagement für unsere Lions- Ziele und überreichte ein Geschenk, das sie positiv überraschte nach dem Motto "Woher wissen die nur?"
 
Dieses zweite Business Dinner, bestens organsiert, war ein Abend, den die Teilnehmer noch lange in  Erinnerung behalten werden. Ein herzlicher Dank an alle, die dazu beigetragen haben.  


Für den  Clubabend am 21. Januar 2019, den ersten im Jahr 2019 und den fünften im Lionsjahr 2018/2019, konnte Präsident Dr. Herbert Bauer als Referent Herrn Josef Kraus, Lehrer und Bildungskritiker, gewinnen.

Nach der Begrüßung des Referenten verlieh der Präsident an Prof. Dr. Horst Schmidt-Bischoffshausen den Centennial Award für seinen herausragenden Einsatz als Mitgliedschaftsbeauftragter.
Und er begrüßte Marcus Baer, langjähriges Lions-Mitglied, der seit Jahren beruflich in Norddeutschland tätig ist und eine Reise in den Süden (Deutschlands) zu einer Teilnahme am Clubabend nutzte.
Ein Zeichen für langjährige und anhaltende Verbundenheit.
                                                          
                                                                       Präsident Dr. Bauer (2.v.r) begrüßt den Referenten (Mitte)                       Verleihung des Centennial Award an 
                                                                       und  Marcus Baer ( 2.v.l.)                                                                            Prof. Horst Schmidt-Bischoffshausen 



Josef Kraus sprach dann zu dem Thema                                 Bildung in Deutschland – Dichtung und Wahrheit


Die Bildungsnation Deutschland steht zwischen Dichtung und Wahrheit. Die offiziellen Auswertungen (Abiturquote, Noten) werden immer besser, die Leistungen der jungen Leute aber immer schwächer. Es ist eine Schieflage eingetreten: hier eine Pseudoakademisierung, dort ein Fachkräftemangel. Der Referent ging den Ursachen der Schieflage auf den Grund und skizzierte Ausblicke.

 


                                 
                   
Josef Kraus (Jahrgang 1949) war von 1995 bis 2015 Rektor eines bayerischen Gymnasiums, Diplom-Psychologe, von 1987 bis 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, 1990 bis 2013 Mitglied im Beirat für Fragen der Inneren Führung beim Bundesminister der Verteidigung, Kolumnist, 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2018 mit dem Deutschen Sprachpreis ausgezeichnet, Bestsellerautor u.a. mit „Helikoptereltern“ (2013),  „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), „Sternstunden – Große Texte deutscher Sprache“ (2015),  „50 Jahre Umerziehung – Die 68er und ihre Hinterlassenschaften“ (2018) und  war vielfach Teilnehmer bekannter Talkrunden in ARD und ZDF.
                                                                                                          


                               
                                                    ..................................................................Der Referent..................................................................................

Bildung ist unser wichtigstes Kapital in Deutschland -   hochindustrialisiert  mit Spitzenpositionen im internationalen Wettbewerb, aber arm an Rohstoffen.

So begann Josef Kraus seine Ausführungen mit einer mehr rhetorischen Feststellung: "Auf den ersten Blick wird niemand bezweifeln, dass wir als Bildungsnation gut aufgestellt sind - die Wirtschaft wächst, die Schulnoten werden kontinuierlich besser, die Studierquote steigt bald über 20 %".
Doch der Schein trügt. Viele Schulabgänger sind in ihrer Leistungsfähigkeit kommenden Anforderungen nicht gewachsen. So bieten z.B. viele Hochschulen "Liftkurse" für Studienanfänger an.

Gründe für die Schieflage: " Dichtung statt Wahrheit" so Kraus. Oder ideologisierte politische Zielsetzung statt Blick für Anforderungen im realen Berufsleben.
Dieser Prozess wird unterstützt durch sprachliche Verschleierungen - "Demotiviert statt faul, einseitig befähigt statt weniger gut " waren  nur zwei der zitierten Beispiele.
Verantwortlich für diese Situation sind nicht die Schüler, sondern Politik und Teile der Elternschaft. Eine der Ursachen ist die  angestrebte Erhöhung der Anzahl an Abiturienten "um jeden Preis".
Die Folge ist ein Ausbluten des Handwerks mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Die Vorteile unseres  international so geschätzten Dualen Systems werden somit nicht ausreichend genutzt.
Auch  Organisationen wie die Bertelsmann Stiftung oder auch die OECD kommen in ihren Bewertungen zu dem Schluss, Deutschland fällt zurück. Ein ähnliches Ergebnis zeigen PISA Studien.

Man darf sich Sorgen machen um unsere Zukunft. In anderen Ländern sind viele junge Leute, intellektuell hungrig und mehr gefordert.
Wie kommen wir aus dieser Situation heraus? Nur Drehen am Lehrplan wird nach Kraus nicht reichen. Auf dem Gebiet der Digitalisierung gehört in den Schulen sicher nachgebessert.
.Andererseits ist IT in der Schule verantwortungsbewusst einzusetzen, Nur "Downloading Kompetenz" wird nicht reichen; Basis- und Allgemeinwissen sind weiterhin gefordert.

Eine wesentliche Ursache für die Schieflage sieht Kraus in den Irrwegen der Deutschen Pädagogik seit 1968. Die damals entwickelten ideologisch verbrämten  Strategien  sind zäh und anhaltend.
Josef Kraus nannte drei der Irrwege:
Egalitarismus                      Hierfür steht z.B. der Slogan "Abitiur für alle"
Machbarkeitswahn             Möglichkeit der zielgerichteten soziologischen Konditionierung von Menschen. Individuelle Begabung und genetische Veranlagung treten in den Hintergrund ( nicht bei Sport, Musik, Kunst)
Empirismus                        Konzentrierung auf messbare Indikatoren für Bildung. So erfasst PISA nur 10  % des Bildungsniveaus.

Im Ausblick forderte Kraus eine Ideologie freie kritische Auseinandersetzung mit der Bildungssituation und die Umsetzung von mindestens drei Faktoren:
Stärkeres Leistungsprinzip für alle Schüler, Aktualisierung von Lehrplänen mit inhaltlicher Anreicherung, Mut von Lehrern zu leistungsgerechten Noten.
Wir brauchen wieder mehr auch eine Ausbildung von Eliten - in beruflicher Leistung, der Übernahme von Verantwortung, dem Vorleben von Werten.
Abschließend betonte  Kraus, dass er als Vertreter des Deutschen Lehrerverbandes gegen einen Bildungszentralismus ist. Aber in Anbetracht der signifikanten Unterschiede in den Bundesländern ist er auch gegen
einen schlappen Bildungsföderalismus. Vielmehr ist ein kompetitiver Bildungsföderalismus gefordert.  Leistungsprinzip also auch für die Bildungspolitik in den einzelnen Ländern.
Josef Kraus erhielt großen  Applaus für seine exzellenten Ausführungen, die zu einer regen Diskussion führten
Es war eine Bereicherung, einem Referenten zu folgen mit breitem Überblick aus seiner Verbandstätigkeit, aber auch dem tiefen Verständnis aus seiner langjährigen beruflichen Erfahrung in dem Metier, über das er sprach.
Präsident Dr. Herbert Bauer dankte Josef Kraus für seinen mitreißenden Vortrag und überreichte zum Dank ein kleines Geschenk für "Geist und Seele".

Impressionen

    
       Noch schnell ein Blick auf das Smartphone                      Mit Zuversicht in das neue Jahr                                     Lebhafte Diskussion                                           Dank des Präsidenten



18. Eisstockschießen 11. - 13. Januar 2019, Freyung - Gemeinsames Winter-Wochenende mit Sport, Frohsinn und Geselligkeit

Das neue Jahr beginnt beim LC München - Arabellapark  traditionell mit einem Wochenende für das Eisstockschießen, das vom 11. - 13. Januar 2019 nun bereits zum 18. Mal in Freyung im Bayerischen Wald stattfandIm Gegensatz zum Vorjahr machte diesmal der Winter keine Pause und zeigte sich in voller Pracht mit einer tief verschneiten Landschaft.

Trotz zeitweiser Unwetterwarnungen aufgrund heftiger Schneefälle auch für den Landkreis Freyung-Grafenau sind alle angemeldeten Teilnehmer zu dieser Wintereise aufgebrochen und auch gut angekommen.

Auch in diesem Jahr war es ein herrliches Familientreffen von  jung und alt. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind immer eine besondere Bereicherung.  .
Die Tage wurden von Dr. Wolfgang Melzer  wieder bestens organisiert.

Wenn die "Lions " aus München über Jahre zum Eisstockschießen nach Freyung kommen, so findet das auch die Aufmerksamkeit der Stadt. Am Samstag Vormittag wurden wir von Herbert Schiller, 3. Bürgermeister,
und Renate Jäckel-Liebl vom Tourist Büro begrüßt. Dabei wurden auch die besonderen Grüße von Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich überbracht.  
Die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Freyung zeigt sich auch in der stets zuvorkommenden Unterstützung bei der Nutzung der Eishalle sowie bei der Durchführung des Turniers.

Die Trainingsstunden  am Samstag waren gleichermaßen konzentriert wie spielerisch. Abends fanden die Tage  jeweils ihren geselligen Ausklang bei vorzüglichem Essen und unterhaltsamen Gesprächen. 

Am Sonntag Vormittag war dann das große Turnier. In diesem Jahr wurde nur noch mit 5 Mannschaften gespielt. Die Teilnehmer wurden den einzelnen Teams zugelost, die dann ihren  Moar (Mannschaftsführer) wählten.


Jedes Team spielte gegen jeden, wobei jedes Spiel über 6 Bahnen ging

Im  Jahr 2017 gab es ein Ergebnis mit einer seltsam anmutenden Logik. Die Mannschaften 1 bis 3 belegten auch die Plätze 1 bis 3.
Dies wurde im Jahr 2019 übertroffen und maximiert  Die Teams 1 bis 5 belegten auch die Plätze 1 bi 5 ! Im Leben scheint doch so manches vorherbestimmt zu sein....

Nach spannenden Wettkämpfen gab Wolfgang Melzer  das Klassement bekannt.

Sieger wurde die Mannschaft 1 mit "Moar" Sebastian  Soballa, dem "Nestküken", der wieder ganz hervorragend gespielt,  zusammen mit Marinus Hartmann, Marco Haas und Wolfgang Melzer.
Platz 2 eroberte das Team 2 mit Konstantin Soballa, Julia Haas,Vitus Hartmann und Heid Erwand. 
Platz 3 für das Team 3 mit Andrea Melzer, Eva Christina Soballa, Carolin Soballa und Volker Soballa.
Platz 4 ging an die Mannschaft 4  mit Benedikt Soballa, Kajetan Soballa, Serena und Sigi Haas. 
Platz 5 belegte das Team 5 mit Josef Nassauer,  Ulla von Crailsheim, Lore Hock und Uschi Zieglmeier, nur hauchdünn getrennt vom 4. Platz durch das  schlechtere Stockverhältnis.

Mit diesem Gesamt-Ergebnis galt auch in diesem Jahr:" Nichts ist unmöglich....bei den LIONS". 


Die schönen Tage vergingen wieder viel zu schnell, auch jenen, die nicht am Wettkampf teilnahmen. Das lag auch an der herzlichen Aufnahme und der freundlichen Betreuung durch die Besitzerin des Hotels, Frau Kobatsch, und ihrem exzellenten Team sowie der hervorragenden Küche des Restaurants. Herzlicher Dank an Dr. Wolfgang Melzer und allen Teilnehmern für das harmonische Zusammensein. 

Alle freuen sich schon heute auf die Winterreise im nächsten Jahr vom 10. - 12. Januar 2020.

Impressionen    -   "Winter" in Freyung

 
    Ankunft im Hotel Brodinger-Kobatsch                                                  


   
                   Eishalle  2017                                                                    ................... 2018                                                                ................2019
                                                               

 Guter Start in den Tag

        
                           Am Buffet                                                              im Kreis der Familie                                     Begrüßung durch 3. Bürgermeister Herbert Schiller       


   Gesellige Abende
  
      
                                                                                                                                                    
 
Eindrücke vom Training
   
   
                             .............................................................Auf los geht`s los  ...................................................................
              
                                                         
                   
Eindrücke vom Wettkampf-Tag
      
  
          Nochmals kräftig Neuschnee über Nacht                                               Frohgelaunt zum Start                                                                Konzentration und Maß nehmen

                                       
                                                                        Diskussion mit Team Kanada                                                                    Selbst ist der Mann

 

                                                                                              


Siegerehrung - Teams in der Reihenfolge der Platzierung

     





                                                                                          
                                                                                   Dr. Wolfgang Melzer dankt Frau Kobatsch, der Chefin des Hauses



    

                         2018 vergleichsweise mild                                                                  2019 kalt und Schneefall

                                                                           Auf ein Wiedersehen in 2020




 Lions-Jahr 2018/2019
Aktuell 2018


Weihnachtsfeier am 17.12. 2018 - Stimmungsvoller  Ausklang des Jahres


Im  Eden Hotel Wolff, unserem "Stammhaus", begrüßte Präsident Dr. Herbert Bauer die Gäste zur  Weihnachtsfeier und freute sich über die große Teilnahme auch in diesem Jahr, ein weiteres Zeichen für unseren freundschaftlichen Zusammenhalt. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Pianist Dr. Helmut Brinda, einigen unserer Mitglieder seit Jahren freundschaftlich verbunden. 
Dr. Herbert Bauer hatte ein stimmiges Programm zusammengestellt. Zum Auftakt ein Stehempfang mit der Gelegenheit zu Gesprächen mit vielen Teilnehmern des Abends. 
In seiner Begrüßung hieß der Präsident dann nochmals alle herzlich willkommen, gab einen kurzen Rückblick auf die erste Hälfte seines Lions-Jahre und dankte allen, die zum Gelingen des Abends beitragen werden, bezog hier auch das freundliche Service Team des Hotels mit ein.
Es folgten dann einige Klaviervorträge von Dr. Helmut Brinda, in die er jeweils mit wenigen Worten kurz einführte.
Danach folgte der Programmpunkt Ehrungen. Präsident Dr. Herbert Bauer konnte zunächst zahlreiche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft auszeichnen. Er überreichte dazu auch ein offizielles Schreiben der derzeitigen Präsidentin von Lions Clubs International, Gudrun Yngvadottir, Oakland, USA.
Ausgezeichnet wurden Dr. Dieter Flugs und Rudi Reinhardt für 40 Jahre, Elmar Schiecke für 35 Jahre, Msgnr. Dr. Siegfried Kneissl für 20 Jahre und Prof. Dr. Josef Nassauer für 10 Jahre. 
Anschließend verlieh Dr. Herbert Bauer den President´s Appreciation Award an Past Präsident Paul Hendrys für sein herausragendes Präsidenten-Jahr sowie an Dr. Claus Gastroph für sein langjähriges Engagement als Revisor.
Danach berichtete der Activity Beauftragte Dr. Alois Schneck über der erfolgreiche Weihnachtsaktion, die  wieder einen vierstelligen Eurobetrag für unsere sozialen Projekte. 
Der Dank ging an Elmar Schiecke für die erfolgreiche Einholung der Standgenehmigung, insbesondere an das Ehepaar Dr. Dieter und Ingrid Flugs für den viele Monate umspannenden Einsatz sowie an die Damen und Herren für den reibungslosen Standdienst.

Nach dem Hauptgang folgte dann eine kurze Weihnachtsansprache unseres Lions Freundes Monsignore Dr. Siegfried Kneissl. Er ging auf den tieferen Sinn von Advent und Weihnachten ein, die auch in der heutigen Zeit mit ihren zahlreichen Brüchen unverändert ihre besondere Bedeutung haben. Im Mittelpunkt steht die Sehnsucht nach Frieden, das Warten auf den Retter und Erlöser, Mensch geworden als Kind in der Krippe. Letztlich ließe sich die Weihnachtsbotschaft in die knappen Worte fassen:" Du Mensch, mache es wie Gott, werde Mensch".  
Gedanken wohl strukturiert, Worte mit Bedacht gewählt  Mit seiner Rede erreichte Msgnr. Kneissl alle Teilnehmer der Feier. Volle Aufmerksamkeit und absolute Stille waren untrügliche Zeichen.
Nach einem kurzen musikalischen Zwischenspiel führte Präsident Bauer wieder in die weltlichen Schwächen zurück  mit einer Geschichte zum Schmunzeln: " Der Laden zur letzten Hoffnung" von Axel Hacke.
Jedes Jahr nehmen wir Männer uns vor, schon zur Sommerzeit mit der ersten Besorgung von Weihnachtsgeschenken zu beginnen. Aber die Zeit verrinnt ..und selbst wenn schon  Anfang November erste Christbäume an das nahende Fest erinnern, läßt es sich oft nicht vermeiden, Geschenke für die Lieben noch in den letzten Stunden vor dem Fest besorgen zu müssen.
Nur die Männer? Unsere Damen meinten lächelnd; "Auch bei uns läuft es nicht anders!". Oh wie tröstlich....Danach öffnete sich die Diskussion für gesellige Unterhaltung an allen Tischen. 
Zum Ende der Weihnachtsfeier stimmte dann Dr. Helmut Brinda zahleiche bekannte Weihnachtslieder an und lud zum Mitsingen ein.
Den Abschuss bildete ein gemeinsames "Stille Nacht, Heilige Nacht". 
Es war ein wunderbarer Ausklang einer wiederum sehr schönen Weihnachtsfeier. Und mit dieser Stimmung ging es hinaus in die Nacht und in die bevorstehenden Weihnachtstage. 

Impressionen
    
           ......................Erwartungsfrohe Teilnehmer der Weihnachtsfeier..........                                 Begrüßung durch Präsident Dr. Herbert Bauer
                                                                                                                                                                    "Der Mann am Klavier" - Dr. Helmut Brinda

    
Ehrungen durch Präsident Dr. Herbert Bauer (3.v. re.)                        Paul Hendrys (li.)                                  Dr. Claus Gastroph (re.)
v. l. Dr. Dieter Flugs, Rudi Reinhardt, Elmar Schiecke,                                                                      
Msgr. Dr. Siegfried Kneissl, Prof. Dr. Josef Nassauer

                                    
                                          Der Activity-Beauftragte Dr. Alois Schneck            Kleines Geschenk an Dr. Dieter Flugs und Gattin
 
                 
                                                                   ........................Rede von Msgnr. Dr. Siegfried Kneissl..................
  
                               .............................................................Gesellige Tischrunden..................................................................
            
                                    ......................Stimmungsvoller Ausklang der Weihnachtsfeier..............




Auf dem vierten Clubabend am 12. November 2018   war Vizepräsident Reinhard Senftl vom Bayer. Verwaltungsgerichtshof in München zu Gast, den  Präsident Dr. Herbert Bauer als Referent gewinnen konnte.

 

VP Reinhard Senftl sprach über Migration und Verwaltungsgerichtsbarkeit
ein Thema von andauerndem Interesse - seit dem Zustrom im Jahr 2015, aufgrund der weiter anhaltenden Migration wie auch im Hinblick auf die Unterzeichnung des Migrationspaktes der UNO, die im Dezember in Marrakesch erfolgen soll.
 
                                                     

Reinhard Senftl  war nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Referendarzeit war er Beamter in der Inneren Verwaltung (Regierung v. Oberbayern, Landratsamt Freising), anschließend als hauptamtlicher Dozent an der (ehemaligen) Bayerischen Beamtenfachhochschule, Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung, in Hof tätig. 1998 erfolgte sein Wechsel in die Verwaltungsgerichtsbarkeit, wo er bis 2005 am Verwaltungsgericht München als Richter tätig war. Nach dem Wechsel an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München war er bis 2010 Richter in verschiedenen Senaten, seit Dezember 2010 ist er Vorsitzender des 10. Senats (zuständig für Ausländerrecht, Sicherheits- und Polizeirecht, Versammlungs- und Glücksspielrecht, seit 2018 Asylrecht für das Land Nigeria) und seit Oktober 2017 (auch) Vizepräsident des Verwaltungsgerichtshofs.

VP Reinhard Senftl ging zunächst allgemein auf Migration ein.

                  

Migration ist der Oberbegriff für  Wanderbewegungen von Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt temporär oder dauerhaft in andere Regionen verlagern.

In Europa ist z.B. die Arbeitsmigration durch die Freizügigkeitsregelung erleichtert.

Werden Menschen aber durch äußere Umstände mehr oder weniger gezwungen, ihr Land zu verlassen, greifen für die Zuwanderer die Aspekte der in den Zielregionen beantragten Asylverfahren.

Die Prüfung und Bewertung des Asylanträge unterliegt in einem Rechtsstaat wie Deutschland der Verwaltungsgerichtsbarkeit. Reinhard Senftl erläuterte hierzu deren Aufbau.


Aufgabe der unabhängigen Verwaltungsgerichte ist dabei die Kontrolle der Verwaltungstätigkeit.
Die Kontrolle ist eine reine Rechtskontrolle; primäre Funktion ist der Schutz der subjektiven Rechte des Einzelnen

Der drei-gliedrige Aufbau der Verwaltungsgerichtsbarkeit umfaßt Verwaltungsgerichte, Oberverwaltungsgerichte bzw. Verwaltungsgerichtshof und das Bundesverwaltungsgericht.

Das Oberverwaltungsgericht für den Freistaat Bayern führt den Namen Verwaltungsgerichtshof und hat seinen Sitz in München. Vier Senate hiervon sind in Ansbach eingerichtet.

Die Verwaltungsgerichte in Bayern sind auf die Regierungsbezirke verteilt und haben ihren Sitz in München ( Oberbayern), Regensburg ( Niederbayern und Oberpfalz), Bayreuth (Oberfranken), Ansbach (Mittelfranken), Würzburg (Unterfranken) und Augsburg ( Schwaben.)

Hinsichtlich Verfahrensarten ist zu unterscheiden zwischen Klageverfahren (z.B. Anfechtung), Normenkontrollverfahren ( Gültigkeit von Normen), Verfahren zur Gewährung einstweiligen Rechtschutzes.

 Ausländer- und Asylrecht

                                                


Grundbegriffe des Asylrechts

Flüchtlinge sind Personen, die z.B. aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Umstände, kriegerischer Auseinandersetzungen oder Umwelt- Naturkatastrophen vorübergehend oder dauerhaft ihr Land verlassen und sich auf die Flucht begeben. Ab Antragstellung auf Asyl werden diese Personen als Asylbewerber geführt.

Das förmliche Asylverfahren umfaßt  
Einreise und Aufenthalt zum Asylverfahren – Prüfung durch das BAMF auf Zuständigkeit Deutschlands ( Dublin III Abkommen) sowie inhaltliche Prüfung des Asylantrages und Aufenthaltsgestattung

Die Prüfung des Asylantrags umfasst vier Teile:
Anerkennung als Asylberechtigter -  Zuerkennung des Flüchtlingsstatus - Zuerkennung subsidiärer Schutz -Feststellung von Abschiebungsverboten

Asylberechtigt sind politisch Verfolgte, welche auf Grund ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politischen Überzeugung staatlicher Verfolgung ausgesetzt waren oder welchen eine Verfolgung dieser Art droht.
Kein Recht auf Asyl in Deutschland haben Personen, welche einreisen aus einem
* Staat der europäischen Gemeinschaft
* Sicheren Drittstaat (Norwegen und Schweiz)

Flüchtlingseigenschaft ist ein rechtlicher Status, der einem Asylbewerber in Deutschland förmlich zuerkannt wird, wenn er die Voraussetzungen des § 3 Abs. 1 Asylgesetz (AsylG) erfüllt. In der Bundesrepublik Deutschland wird das Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in einem Asylverfahren, ggf. zusätzlich zur Asylberechtigung nach Art. 16a GG,
Die Aufenthaltsgenehmigung beträgt zunächst 3 Jahre. Danach stehen Widerrufsverfahren an, um zu prüfen, ob aufgrund geänderter Verhältnisse im Heimatland eine Rückkehr dorthin möglich ist.

Der subsidiäre Schutz greift, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht. Hier wird eine Aufenthaltserlaubnis zunächst für 1 Jahr erteilt

Ein großes Problem ist, dass Zuwanderer vielfach ihre Dokumente vernichten. In Deutschland ist mehr als die Hälfte der volljährigen Asylbewerber ohne Dokumente. Das erschwert die Antragsbearbeitung in besonderem Maße.

Insgesamt hat sich die Arbeit der Verwaltungsgerichte in Bayern wie auch des Verwaltungsgerichtshofes in den vergangenen Jahren deutlich erhöht...im Zeitraum Januar bis Oktober 2018 bei den Verwaltungsgerichten auf 20 300 Vorgänge ( 7 235 in 2014 ), beim Verwaltungsgerichtshof auf 2 860 ( 545 in 2014).

                                                     

Abschließend merkte Reinhard Senftl an, der Bay Verwaltungsgerichtshof ist neben Asyl auch für verwaltungsrechtliche Fragen bezüglich  Emissionen und Baurecht zuständig.
Man wird in den kommenden Jahren zusätzliche Stellen erhalten und in 3 – 4 Jahren wieder auf dem normalen Niveau agieren können.
Einige Zahlen und Fakten zur herausfordernden Arbeit im Bereich Verwaltungsrecht Asyl  sowie Aspekte der Diskussion s.
Seite Jour fixe.

Die Teilnehmer des Abends  spendeten VP Reinhard Senftl langanhaltenden Beifall für diesen sehr umfassenden Vortrag, der einen profunden Einblick gewährte in die Struktur der Verwaltungsgerichtsbarkeit und in wesentliche Aspekte der Bearbeitung von Asylanträgen.

     
                            Wieder ein gut besuchter Clubabend                                         Präsident Dr. Herbert Bauer begrüßt VP Reinhard Senftl                                     Dank für einen umfassenden Vortrag


Präsident Dr. Herbert Bauer dankte VP Reinhard Senftl für die so interessanten Ausführungen und überreichte zum Dank ein kleines Geschenk.
Und als Wiener meinte er schmunzelnd: “Nehmen Sie das doch bitte aus der Hand eines EU Migranten, der keine Arbeit machte".



Auf dem dritten Clubabend am 22. Oktober 2018  konnte Präsident Dr. Herbert Bauer mit Prof. Dr. rer. pol. Gerald H. Mann einen sehr renommierten Referenten begrüßen.
Zu diesem offenen Clubabend hatten Mitglieder des Lions Clubs auch zahlreiche Freunde und Bekannte eingeladen.

Professor Mann lehrt Volkswirtschaftslehre an der FOM Hochschule in München und ist u.a. auch durch zahlreiche Fernsehbeiträge einer breiten Öffentlichkeit bekannt

                  
                           Präsident Dr. Herbert Bauer begrüßt Prof. Dr. Gerald H. Mann ( re. neben ihm)                                  Zahlreichen Mitglieder und Gäste

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Er sprach zu dem brisanten Thema

                                      Kein Bargeld mehr – keine Freiheit mehr?


Prof. Dr. rer. pol. Gerald H. Mann  wurde 1968 in München geboren. Nach Abitur, Wehrdienst und Banklehre erfolgte eine erste Berufstätigkeit im Bankgeschäft. Anschließend studierte er
Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in München. Danach durchlief er verschiedene berufliche Stationen. Unternehmensanalyst in einer Großbank, Geschäftsführer im Verlagswesen und
freiberuflicher Dozent. Dann folgte eine externe Promotion über internationale Handelspolitik. Heute ist er Professor für Volkswirtschaftslehre und regionaler Studienleiter an der privaten FOM Hochschule
in München.  Im Jahr 2012 wurde er mit dem BCW-Stiftungspreis für exzellente Lehre ausgezeichnet. Er ist auch Co-Autor des Buches „Bargeldverbot“, erschienen 2015.

             

Die Abschaffung von Bargeld im Euro-Raum ist ein Thema, das jeden interessiert, zu dem aber in der öffentlichen Meinung kaum Stellung bezogen wird.
Viele Bürger/innen wünschen sich auch zukünftig die Möglichkeit, mit Bargeld zu bezahlen. Andere dagegen sehen kein Problem, nur noch elektronisch bezahlen zu können.
Elektronischer Zahlungsverkehr ist jedoch schon heute eine vielfach genutzte Option und kein Argument für die Abschaffung von Bargeld.

Wer hat also Interesse daran?  Für Regierungen, Notenbanken und Geschäftsbanken ist Bargeld lästig, so Prof. Mann. Denn die Menschen können durch einen Ansturm auf die Banken („Bank-run“)
plötzlich ihre Ersparnisse abheben wollen und eine Krise auslösen oder verstärken. Bargeldloser Zahlungsverkehr lässt sich preiswert, unauffällig und geräuschlos kontrollieren. Der „Gläserne Zahler“ wird noch
durchsichtiger. Und ohne Bargeld können sich die Haushalte nicht den Negativzinsen entziehen.                                                 

Gerade deswegen fordern führende US-Ökonomen die Abschaffung des Bargeldes. So zitierte Prof. Mann zu Beginn seines Vortrages Kenneth Rogoff, Harvard-Ökonom und Ex- Volkswirt des IWF:
“ Papiergeld ist das entscheidende Hindernis, Zentralbank-Zinsen weiter zu senken. Seine Beseitigung wäre eine sehr einfache Lösung dieses Problems.“

Und Larry Summers, ebenfalls Harvard-Ökonom und Finanzminister unter Bill Clinton, fordert „die Abschaffung des Bargeldes, damit Zinsen unter Null gedrückt werden können und somit Konsum und
Investitionen angeregt werden können“.
Das wäre eine sehr gefährliche Entwicklung, so Prof. Mann, wenn sich die Geldmenge aufbläht, losgelöst von der realen Wirtschaftsleistung.   

Was sind nun die Triebkräfte für die Abschaffung des Bargeldes?
Drei Faktoren sind zu nennen: Ökonomische Effizienz (mit einer angeblichen Reduktion der Transaktionskosten), Gewinninteressen und Polit(ökonomische) Interessen.

                                                                                     

Der Kunde sieht meist nur den vordergründigen Aspekt der leichteren Transaktion, aber signifikante Risiken, insbesondere für die Sparer wie auch für die Wirtschaft, bleiben verborgen.

Wer wirkt nun zusammen in einer Interessengemeinschaft gegen das Bargeld? In Europa sind das die EZB, die Regierungen und die Banken.

Der russische Schriftsteller Dostojewski stellte fest: „Geld ist geprägte Freiheit“. Geldscheine sind folglich gedruckte Freiheit. Wollen wir uns das nehmen lassen?

Was können Befürworter des Bargeldes tun? Weiterhin viele Bargeldzahlungen tätigen, in Gesprächen und Diskussionen den Standpunkt für Bargeld offensiv vertreten, politische Parteien unterstützen,
die die Beibehaltung von Bargeld befürworten und letztlich Initiativen unterstützen zur Klärung der Frage “Wollen wir einen Bargeld-Exit?“

  

                                                      .........................................................................Großes Interesse der Zuhörer ..........................         an den Ausführungen von Prof. Mann


Die Teilnehmer des Abends  spendeten langanhaltenden Beifall für diesen exzellenten Vortrag. Präsident Dr. Herbert Bauer dankte Prof. Dr. Mann für die so interessanten Ausführungen und überreichte zum Dank
ein kleines Geschenk, mit "Bargeld erworben", wie er Augen zwinkernd meinte.

                                                                                           
                                                                                                              Zum Dank ein kleines Geschenk


Zu Risiken und Nebenwirkungen einer Abschaffung von Bargeld, die möglichen Argumente von Seiten der Politik zur Überzeugung der Bürger, eventuelle Ausweichweichmöglichkeiten sowie Aspekte der  Diskussion
siehe  Seite Jour fixe.

 


Auf dem zweiten Clubabend am 8. Oktober 2018 ging es um ein für uns alle sehr wichtiges Thema

           Das Ehrenamt – eine gesellschaftliche Einrichtung mit Zukunft?

Zu diesem Thema berichtete aus eigener langjähriger Erfahrung unser LF Wolfram Vaitl-Gloo.

Er ist Diplom-Meteorologe und Unternehmer im Dienstleistungssektor sowie seit 1.9.2014 Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V. in München.
Er war und ist zudem in vielen Vereinen und Stiftungen engagiert und u.a. seit 1.5.2015 ehrenamtlicher Sozialrichter am Landessozialgericht München.

Zu Beginn ging Vaitl-Gloo auf die lange Geschichte des Ehrenamtes ein, die bis in die klassische Antike zurückreicht und über die Jahrhunderte verschiedene Stadien an Aufgaben durchlaufen hat.
.

                                                                                       
                                                                                                                                                          Referent Wolfram Vaitl-Gloo

Die Blüte des Ehrenamtes ist in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen, insbesondere seit dem zweiten Weltkrieg.
Ehrenamt ist dabei nicht klar vom „Bürgerlichen Engagement“ oder der „Freiwilligentätigkeit“ abgegrenzt. Beim Ehrenamt ist zudem zu unterscheiden zwischen Mitgliedschaft in
 einer Organisation mit der Ausübung satzungsmäßiger Vereinstätigkeit und der Übernahme von leitenden Funktionen in diesen Vereinen und Organisationen

Hilfe wird in Notsituationen natürlich auch spontan und individuell geleistet. Das hat z.B. die große Hilfsbereitschaft der Bürger bei der Migrationswelle 2015 gezeigt.

Aber Hilfsorganisationen haben den Vorteil, Hilfe in auf breiter Ebene sowie schnell  und professionell zu leisten. Als Beispiele seien Rotes Kreuz, Freiwillige Feuerwehr oder Techn. Hilfswerk genannt.

In Bayern sind heute 5,2 Mio Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich tätig, rund 47 % der Bevölkerung über 14 Jahre.

Trotz dieses großen Engagements sind in jüngster Zeit Schwierigkeiten in der Besetzung von Vorstandschaften zu verzeichnen, auf lokaler, regionaler und Landesebene.
In seinen Ausführungen nahm Wolfram Vaitl-Gloo  dabei  Bezug auf
technische und soziale Einrichtungen. Auf das politische Ehrenamt ging er  nicht näher ein.

Die Übernahme leitender Funktionen im Ehrenamt beutet großen Arbeitseinsatz und Übernahme von Verantwortung im Kontakt nach außen, bezüglich  Zusammenhalt im Innern sowie 
hinsichtlich der  
Erfüllung von
rechtlichen Vorgaben, z.B. steuerlichen Auflagen. 

 
                               
                                    Präsenz nach außen                                   Zusammenhalt nach innen                                             Beachtung rechtlicher Auflagen                                               


Gründe für die Schwierigkeit in der Besetzung von Ehrenämtern sieht Vaitl-Gloo in strukturellen Veränderungen wie auch in der Vielfalt individueller Möglichkeiten.
In Nordbayern ist z.B. in zahlreichen Gegenden eine Ausdünnung
der Bevölkerung im berufstätigen Alter zu verzeichnen.
In  Städten mit hoher Attraktivität ist zwar kontinuierlicher Zuzug gegeben, aber auch ein Angebot an vielfältigen Möglichkeiten von Engagement und Freizeitgestaltung.
Entwicklungen wie Mobilität oder weltweite Information und Kommunikation über Internet tun ein weiteres, sich außerhalb von Vereinen zu betätigen
Zudem wird in den meisten Familien Vereinszugehörigkeit kaum mehr gelebt, sodass die junge Generation diese Erfahrung aus dem Elternhaus nur noch selten mitbekommt.

Viele  in den mittleren Jahren sind primär durch  Beruf und  Familie gefordert.
Für die Wahrnehmung eines leitenden Ehrenamtes ist es deshalb wichtig, einen Lebenspartner zu haben, der den hierfür notwendigen Einsatz auch voll mitträgt.

Das sind einige der Gründe für die Schwierigkeiten, Kandidaten für eine leitende Funktion in einem Ehrenamt zu gewinnen. Manchmal braucht es selbst in Sportvereinen
mehrere Anläufe, um eine Vorstandschaft wieder besetzen zu können.

Die Rahmenbedingungen werden in den kommenden Jahren nicht einfacher.
Was sind nun Ansatzpunkte, um auch zukünftig die notwendigen Besetzungen zu realisieren. 

-Eine positive Außendarstellung der Ausübung eines leitenden Ehrenamtes und dessen Bedeutung das für die Gesellschaft wichtige System organsierter Vereins- und Hilfstätigkeit am Leben zu erhalten.

-Verständnis für bzw. Anerkennung von Personen, die angesichts dieser Situation bereit sind, mehrerer Ehrenämter zu übernehmen.

-Zusammenschluss mehrere Vereine, vorwiegend auf lokaler Ebene, um für die Leitungsfunktionen nur noch ein Gremium besetzen zu müssen.

-Gründung von Vereinen oder Interessensgemeinschaften zum Zweck der Realisierung  größerer Vorhaben

-Ausstattung von Zeit aufwendigen Ehrenämtern mit Aufwandsentschädigungen, sofern finanziell machbar

Bürger-Allianzen von Vereinen, um gemeinsam Ziele oder Probleme an die Politik heranzutragen

Gesetzliche Erleichterungen durch Abbau überzogener bürokratischer Auflagen

Mit diesen Perspektiven ist Wolfram Vaitl-Gloo zuversichtlich, dass auch in Zukunft Ehrenämter mit leitender Funktion in dem notwendigen Umfang besetzt werden können.
Wolfram Vaitl-Gloo erhielt viel Beifall für seine Ausführungen, sicher auch verdiente Anerkennung 
für sein Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement.
Präsident Dr. Herbert Bauer dankte dem Referenten und eröffnete eine interessante Diskussion ( siehe  Jour fixe).


  
                                   Gut besuchter Clubabend                                                        Präsident Dr. Herbert Bauer begrüßt Teilnehmer und Referent        Interessante aber auch nachdenkliche Ausführungen von Wolfram Vaitl-Gloo



 

Auf dem ersten Clubabend des neuen Lions Jahres am 24. September 2018 konnte der neu gewählte Präsident Dr. Herbert Bauer zahlreiche Teilnehmer begrüßen.
Nach der Sommerpause haben viele die Gelegenheit gesucht, sich wieder zu treffen und auszutauschen.

Großes Interesse galt auch dem besonderen Thema des Abends " Homonisation - wie der Mensch zum Menschen wurde "  mit Betrachtungen aus wissenschaftlicher Sicht.

Es war gelungen, als Referenten Herrn Prof. em. Dr. med. Georg W. Kreutzberg, zu gewinnen, langjähriger Direktor am Max-Planck-Institut für Psychiatrie und für Neurobiologie in München.                    
                                                              
                                                             
                                                                                   Prof. Dr. med. Georg W. Kreutzberg (li.)
                                                                                     und Präsident Dr. Herbert Bauer
                                                                                                                                
                                                                            
Prof. Dr. Kreutzberg studierte Medizin an der Rheinischen Friedrich- Wilhelms-Universität Bonn, der Albert-Ludwigs- Universität in Freiburg, der Medizinischen Universität in Innsbruck und der Universität Wien. Er war 1964-65 Postdoc am MIT in Boston sowie 1968 Guest Scientist an der Rockefeller-University in New York. 1977 wurde er zum Professor für Neu­ropathologie an der medizinischen Fakultät der TU München und 1978 zum Direktor am Theoretischen Institut des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München berufen. 1993 arbeitete er als Visiting Professor am Hirnforschungsinstitut der Universität Zü­rich.

Er war Mitglied zahlreicher Forschungseinrichtungen: Von 1981 bis 1985 Prä­si­dent der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie (DGZ), von 1994 bis 1997 der Internati­onal Society of Neuropathology und von 1997 bis 2000 der deutschen Neuro­wissenschaftlichen Gesellschaft.

Eine der  interessantesten Fragen ist die Entstehung des Lebens, besonders die Entwicklung des Menschen bis zur jetzigen Form.
Das Weltall schuf die Voraussetzungen:  Ster­nenexplosionen, Supernovae, neue Sterne aus galaktischen Gaswolken mit Gesteinspla­neten.
Einer davon ist
unsere Erde, die vor ca. 4 Milliarden Jahren entstand und 2 Milliarden Jahre alte Lebenspuren hat.  Das „gefährliche“ Univer­sum erscheint geschaffen, um Leben hervorzubringen.

Nach einer langen Lebensentwicklungsgeschichte spalteten sich vor 7 Millionen Jahren die Primaten in Afrika in viele Arten: Vom affen-ähnlichen Pithecanthropus bis zum Homo erectus.
Unsere
Spezies Homo sapiens entstand  vor mehr als 300.000 Jahren in Afrika. Zahlreiche Mutationen und Umbauten im Genom des Menschen führten u.a. zur Vergrößerung unseres Schädels für ein größeres Gehirn.     
Vor mehr als 200.000 Jahren gab es bei der archaischen Homospezies eine Mutation des Gens BOLA2 im Chro­mosom 16. Diese bewirkte einen großen körperlichen Überlebens­vor­teil.
Der frühe Homo sapi­ens experimen­tierte mit Materialien, lebte in sozialen Struk­tu­ren und benutze Sprache.
Vor ca. 50 000 Jahren kam er aus Afrika nach Europa, assimilier­te den
Neandertaler, was ca. 3% der Gene von uns Europäiden belegen.
Die Invasion von Ackerbauern und Viehzüchtern aus dem Nahen Osten brachte vor ca. 10.000 Jahren eine
Genmutation für Lactoseverträglichkeit, was uns den Milchkonsum ermöglicht.

Das sind nur wenige Etappen der spannenden Entwicklungsgeschichte. Weitere Kernaussagen von Prof. Kreutzberg ( siehe  Jour fixe).

Präsident Dr. Herbert Bauer dankte Prof. Dr. Kreutzberg sehr herzlich für seine hervorragenden  Ausführungen, die in dieser strukturierten Form  die Sichtweise auf unser Leben erweiterten und zum Nachdenken anregten. Ein rundum gelungener Auftakt in das neue Lions-Jahr.

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„Wir fahren nach Berlin“ -   Abschlussfahrt vom 29.06. - 01.07. 2018 - eine herrliche Reise in die Hauptstadt

 

Vom 29. Juni  bis 1. Juli 2018 fand zum Ende des Lions-Jahres die schon traditionelle Abschlussfahrt  statt. Nach den Reisen in den vergangenen Jahren in die Berge Südtirols und an den Bodensee
ging es diesmal in die pulsierende Bundeshauptstadt nach Berlin.


Die Fahrt wurde von Präsident Paul Hendrys geplant und bestens organisiert. Sie fand mit knapp 40 Teilnehmern einen herausragenden Zuspruch.

 

Die meisten entschieden sich für eine Gruppenanreise mit der Bahn. Mit der neuen Schnellzugverbindung war man von München aus in 4,5 Stunden in Berlin…und dies auch pünktlich.

Als Hotel wurde das Radisson Blue gewählt, zentral gelegen, mit Nähe zu  Berliner Dom, Museumsinsel und Hackescher Markt und nicht weit von der Prachtstraße „Unter den Linden“.



     

                      Ankunft in Berlin  Hbf                                                              .............................Ankunft   im Hotel      ...........................                       "Im Aufbruch"  v.l. Clubmaster Peter Prasser,
                                                                                                                                                                                                                                                           Präs. Dr. Herbert Bauer, VP Dr. Hans-Otto Feldhütter

Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel ging es auf eine ausführliche Stadtrundfahrt …mit den Ursprüngen Berlins im Nikolai Viertel, vorbei an Resten der Berliner Mauer und
entlang vieler Sehenswürdigkeiten, von der Humboldt Universität, den 5 Museen auf der Museums Insel – UNESCO Weltkulturerbe - bis zum Reichstag und dem Brandenburger Tor.

 

   
                          Reichstag                                            Brandenburger Tor                                        Berliner Dom                                                       Trabi-Konvoi

Nach der Rückkehr in das Hotel war dann bald Aufbruch zum gemeinsamen Abendessen in der „Restauration 1840“ am Hackescher Markt, bei dem herrlichen Sommerwetter natürlich im Freien.

Zum Auftakt überbrachte Präsident Paul Hendrys nachträgliche Geburtstagswünsche an seinen Nachfolger Dr. Herbert Bauer. Zusammen mit einem „zufällig“ anwesenden Gitarristen
wurde „Happy Birthday to you“ angestimmt. Der Gitarrist war auch zufällig mit  der österreichischen Sprachmelodie vertraut  und stimmte einen weiteren Song an, den Herbert Bauer stimmlich
gekonnt begleitete. Das setzte gleich die Zeichen für eine beschwingte Stimmung an diesem ersten Abend.

Erst zu vorgerückter Stunde wurde die zunächst angenehme Brise zu kühl und animierte zur Rückkehr in das Hotel.


        
                     Paul Hendrys li. und Herbert Bauer                                             Gesellige Tischrunden in der Restauration 1840 am Hackescher Markt



Am nächsten Morgen stand ein Besuch im  Neuen  Museum auf dem Programm mit einer Führung in zwei Gruppen. Das Museum wurde in der Zeit zwischen 1843 und 1855 von dem

Architekten August Stüler erbaut.  Es wurde im  2. Weltkrieg weitgehend zerstört. Ende der 80-iger Jahre begann der Wiederaufbau und im Oktober 2009 wurde es wieder eröffnet.
Es beherbergt heute u.a. das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung mit der Büste der Nofretee sowie Museen der Vor- und Frühgeschichte und Teile der Antikensammlung.


     
                   Besuch im Neuen Museum                                                                 ..........................Ausgrabungen Troja .................                                                                        Büste der Nofretete      

Nach dieser Führung war der Rest des Tages zur freien Verfügung. Beliebte Ziele einzelner Gruppen waren der Reichstag mit einer ausführlichen Führung, ein Spaziergang am
Brandenburger Tor, der Besuch des Bode Museums oder auch eine Fahrt nach Potsdam zum Schloss Sanssouci und den herrlichen Parkanlagen.

 

Der Abend starte mit einem Cocktail-Empfang auf der Terrasse des Hotels mit Blick auf die Spree und den gegenüberliegenden Berliner Dom.

Beste Stimmung, beste Laune, ein farbenfrohes Bild bei herrlichem Sonnenschein.


   
   

Im Anschluss begann das Gala-Abendessen im Penthouse im 7. Stock mit Glasfassade und herrlicher Aussicht auf Berlin.


Im Mittelpunkt  stand zunächst der Rückblick des scheidenden Präsidenten Paul Hendrys auf das Lions Jahr 2017/2018 mit zahlreichen Fakten und einigen amüsanten Anekdoten.



               
                 Aufmerksamkeit für den Rückblick von...              Präsident Paul Hendrys      Activity Award an Elmar Schiecke (re.)  ...und Prof. Josef Nassauer (re)

Seine letzte Amtshandlung war die Verleihung  von zwei Activitiy Awards, gemeinsam mit Sekretär Hermann Pointl, an Elmar Schiecke  für 30 Jahre  erfolgreichen juristischen Einsatz

hinsichtlich der Genehmigung des Weihnachtsstandes in der Münchner Fußgängerzone – eine unserer wesentlichen Einnahmequellen für unser sozialen Förderungen -  sowie an

Prof. Josef Nassauer für sein langjähriges  Engagement  in der Kommunikations –  und PR - Arbeit, insbesondere auch für die Gestaltung des Internet-Portals.

 

Dann übergab Paul Hendrys die „Julia“, das Zeichen der Präsidentschaft in unserem Lions-Club, an den neu gewählten Präsidenten Dr. Herbert. Bauer. Er führte mit launigen Worten ein
und schilderte erste Eckpunkte seines Programms.

          
          Übergabe der Präsidentschaft                Aufmerksamkeit für die Ausführungen von...                      Präsident Dr. Herbert Bauer......                      ...strahlend mit seiner Gattin Beatrix      



  
Die interessanten und kurzweiligen Reden trugen in besonderer Weise zu der heiteren und geselligen Stimmung bei.
 
   
                                ......................................................................................................      Impressionen vom Abend   ............................................................................................................

Die Zeit verging wie im Flug. Ehe man sich versah, war es Mitternacht. Aber das konnte es doch noch nicht gewesen sein. Viele ließen den Abend noch in der Hotelbar ausklingen.


Am Morgen wurde die Option „ Frühstück ab 6.00 Uhr“  kaum gezogen. Man ließ es gemächlich angehen, nutzte die Zeit für individuelles Schlendern in der näheren Umgebung oder

auch für den Besuch eines Gottesdienstes.
Kurz vor Mittag trafen sich alle pünktlich  zu einer einstündigen Sight Seeing Tour mit dem Schiff. Auf der Spree ging es zunächst Richtung Funkturm. Nach einer Wende an der Schleuse

ging es dann entgegengesetzt in Richtung Zentrum. Auf der einen Seite alte eindrucksvolle Bauten, einladende Cafes und Erholungsflächen, auf der anderen Seite u.a.  Neubauten

des Regierungsviertels.


     
                                    Bording                                                                           ......................klassisches Berlin.....................                                                     Neubau Regierungsviertel - genannt "Haushaltsloch"


Nach dieser Schifffahrt war es auch schon Zeit, zum Bahnhof aufzubrechen für die Rückreise nach München.

         

Die herrliche  Abschussfahrt 2018 nach Berlin, geprägt vom freundschaftlichen Zusammenhalt in unserem Club, wird allen noch lange in bester Erinnerung bleiben.

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Abschluss Sonder-Spendenaktion LJ 2017/2018


  100 Jahre Lions                                                   
                          50 000 Euro für soziale Zwecke in München und Bayern  


                                   
                                                                                     
Initiiert vom damals amtierenden Präsidenten Paul Hendrys  hatte sich die Vorstandschaft des LC München-Arabellapark ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, das auf der Mitgliederversammlung im November 2017  volle Unterstützung erfuhr.



Zusätzlich zu den jährlich ausgereichten Förderungen an soziale Einrichtungen wurden im Jubiläumsjahr 2017/2018 in einer  
                                                            
                                                            "Jahrhundert Aktion“ weitere 50 000 Euro  

generiert und ausgereicht.
Das Vorhaben war immer voll im Plan und wurde Ende Mai 2018  erfolgreich abgeschlossen. Die Gelder sind vollumfänglich  an gezielt ausgewählte soziale Einrichtungen für spezielle Projekte ausgereicht und deren Anschaffungen schon weitgehend getätigt.
 Auch an dieser Stelle ein Herzlicher Dank allen, die zum Erfolg dieses großen Gemeinschaftsprojektes beigetragen haben!
 Abschlussbericht mit Kurzbericht über die investiven Projekte sowie Beitrag im internationalen Magazin LION siehe Seite ISARA Hilfsfonds

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Lions-Jahr 2017/2018
Clubabende 2018

Auf dem dreizehnten Clubabend am 11. Juni 2018 stand zunächst der Abschlussbericht über das erfolgreiche Sonder-Projekt 50 000 Euro Challenge auf dem Programm, das Präsident Paul Hendrys initiiert und maßgeblich mitgetragen hat.
Der PR Beauftragte Prof. Josef Nassauer stellte eine Präsentation zusammen mit den diesbezüglichen Aktivitäten über mehr als 9 Monate, von der Generierung der Gelder bis zu deren zielgerichteter Verwendung mit einer Kurzbeschreibung der 6 investiven Projekte in sozialen Einrichtungen in München.
Diese konzentrierte und mit Bildern unterlegte Darstellung ließ noch einmal aufleben, was hier von unserem Lions Club geleistet wurde. Entsprechend groß waren Freude, Genugtuung und Beifall.
    
                              
                                  Einführung von Präsident Paul Hendrys                                        Präsentation Past Präsident Prof. Josef Nassauer











 2017  siehe Archiv Startseite 2017                                           

Besondere Ereignisse    -  Abschlussfahrt und Business Dinner                                           
                                    
Abschlussfahrt vom 30.06. - 02.07. 2017 nach Lindau - eine schöne Reise an den Bodensee

Vom 30. Juni  bis 2. Juli 2017 fand zum Abschluss des Lions-Jahres die schon traditionelle Abschlussfahrt statt. Nach der Reise im vergangenen Jahr in die Berge Südtirols ging es diesmal an den wunderbar gelegenen Bodensee mit dem Zielort Lindau. Die Fahrt wurde von Präsident Josef Nassauer geplant und bestens organisiert. Sie fand mit rund 30 Teilnehmern einen erfreulichen Zuspruch.
Auch in diesem Jahr waren die Lions im Bunde mit dem Wettergott. Hatte es die ganze Woche geregnet, so waren für Freitag und Samstag sonnige Tage vorher gesagt ...und so kam es auch.
Nach der individuellen Anreise der Teilnehmer nach Lindau ging es Freitag Nachmittag auf ein Schiff zu einer Panorama Rundfahrt. Zunächst führte die Fahrt entlang des Ufers bis Wasserburg, dann folgte die Überquerung des Sees nach Rorschach. Von dort ging es vorbei an Bregenz mit Blick auf die Kulisse der Festspiele zurück in den Hafen von Lindau.
 
           
                          Ein Schiff wird kommen...                                                        ......................................................... ....auf hoher See.......................................................
 
              
               Schaufelraddampfer Hohentwiel                             Ein Selfie muss schon sein....                    Auf zum Schweizer Ufer                             Rückkehr in den Hafen Lindau


Fast nahtlos war dann  Aufbruch auf einen  geführten Stadtrundgang durch das idyllische Lindau mit verwinkelten Gassen, interessanten Häusern mit ihrer eigenen Geschichte - Lindau blieb im Krieg von Zerstörung verschont - und so manchem architektonischem Bezug auch zu König Ludwig II.  z.B. mit dem Lindavia Brunnen, der zu seinen 20. Krönungstag eingeweiht wurde.
Aber auch der Bezug zur "Neuzeit" fehlt nicht. In Lindau war Ende Juni wieder die jährliche  Tagung der Nobelpreisträger, in diesem Jahr turnusmäßig für Chemie und Medizin. Auf Schautafeln entlang eines virtuellen "Wissenschaftspfades" durch die Stadt sind einzelne Arbeiten von Nobelpreisträgern allgemein verständlich erläutert, vor allem auch hinsichtlich ihrer Bedeutung in der Anwendung.
          


     
          Altes Rathaus mit Lüftlmalerei                                     Führung in 2 Gruppen                                                Lindavia  Brunnen                                  Wissenschaftssäule


Nach dem Stadtrundgang blieb Zeit zu einer kurzen Erfrischung im Hotel, bevor es mit dem Bus nach Eichenberg in Österreich ging, hinauf in die Bregenzer Berge zum Restaurant Schönblick mit herrlicher Aussicht auf den Bodensee und die Schweizer Berge. Eine traumhafte Kulisse mit einem eindrucksvollen Wechselspiel von Wolken und Sonne, wunderbar reflektiert im See. Eine besondere Lichtinszenierung der Natur vom Abend hinein in die Nacht. Dieser gesellige Abend im Restaurant mit Panoramafenstern und mit einem vorzüglichen Menü war in jeder Hinsicht ein besonderes Erlebnis.


  
      Atemberaubender Ausblick oben in Eichenberg                                              Grupppenfoto                                                                     Sekt und Sonnenschein

   
     ............................................................Gesellige Tischrunden mit herrlichem Panorama...........................                                                        Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus zum Besuch des Zeppelinmuseums nach Friedrichshafen. Zum Einstieg erläuterte die begeisternde Führerin  die Entwicklungsgeschichte der Luftschiffe u.a. anhand der erteilten Patente. Mit Bildern und Exponaten wurde der Bau der ersten Luftschiffe illustriert. Höhepunkt waren die Informationen über die legendäre Hindenburg. Durch das Begehen einer Nachbildung einer Passagierzelle konnte man einen realistischen Eindruck gewinnen, wie abenteuerlich aber auch exklusiv eine Luftreise zur damaligen Zeit war, die  z.B. mehrfach nach Brasilien oder in die USA. führte. Mit dem Unglück und der Zerstörung der Hindenburg beim Landeanflug in Lake Hurst USA im Mai 1937, also vor 80 Jahren, ging die Zeit der Luftschiffe vorerst zu Ende. Seit Jahren werden aber wieder Zeppeline gebaut, z.B. für Rundflüge über dem Bodensee. Den so interessanten Aufenthalt im Zeppelinmuseum rundete ein kurzer 3 D Dokumentarfilm ab.


  
                     Im Bus nach Friedrichshafen                                                           Interessante Führung                                                                Die Brille macht`s

Anschließend ging es weiter nach Meersburg zu einer Einkehr in der Gutsschänke hoch über dem Ufer des Sees.

   
                                 ....................................................Gemütliche Einkehr in der Gutsschänke.......................................................................
   


Nach einer herzhaften Stärkung blieb genügend Zeit, auf der Terrasse den herrlichen Ausblick zu genießen und bei frischem Wund  wieder das herrliche Wechselspiel von imposanten, Wolken und gleißenden Sonnenlicht zu beobachten
 

  
         ............................................................................................................Strahlende Gesichter..........................................................................................
   
           ...........................................................................Auch in der in der Gruppe fühlt sich`s gut an..............................................................................................


Danach folgte noch ein kurzer Abstecher in die nahe  Barockbasilika Birnau, herrlich oberhalb von Maurach auf einem Plateau gelegen, mit Blick auf die Insel Mainau und die Schweizer Berge. Diese einzigartige Barockkirche wurde von den Zisterziensern 1746 - 1750 erbaut. Überwältigend ist das Innere  der Basilika. Dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb ist ein beeindruckender Innenraum gelungen, der in seiner Schönheit und Einheitlichkeit bei jedem Besucher  Bewunderung auslöst. Dieser ist überreich ausgestattet mit Stuckaturen, Engeln und Putten von Joseph Anton Feuchtmayer und  verziert mit Fresken von Gottfried Bernhard Göz aus Mähren, die sich auf Maria beziehen, der dieses Gotteshaus geweiht ist. Jedes Jahr finden  zahlreiche Marienwallfahrten von Gruppen aus dem Bodenseeraum, aber auch angrenzenden Ländern statt. 
 
   
                                                          .....................................................Barockbasilika Birnau...........................................................................................

Nach diesem beeindruckenden Besuch ging es am späten Nachmittag zurück nach Lindau in das Hotel.
Der Auftakt am Abend erfolgte mit einem Stehempfang im Glas-Pavillon des Hotels direkt an der Seepromenade mit Blick auf die Hafeneinfahrt. Ein herrliches Ambiente, das rückwärtig den Blick  auf den festlich dekorierten Raum für das anschließende Dinner freigab.

                                      
                                           Dr. Robert Stolze (M) - Inhaber des Hotels Bay.Hof mit v. li. Präsident Paul Hendrys, 
                                           Clubmaster Dr. Hans-Otto Feldhütter, Past Präsident Prof. Josef Nassauer mit Gattin
 Stehempfang
    
                                                          ....................................      Festlich gestimmte Gäste ............................
 
                                   
Blick in den Saal
   
      Schatzmeister Prof. Rupert Stettner        LEO Beauftragter Torsten Adam mit Gattin               VP Dr. Herbert Bauer mit Gattin                            

Präsident Josef Nassauer begrüßte die Teinehmer und gab einen kurzen Rückblick auf das Lions Jahr 2016/ 2017. Hermann Pointl dankte dem Präsidenten für die professionelle Zusammenarbeit,  vor allem für die Vorbereitung aller Clubabende, die er als besondere Unterstützung in seiner umfangeichen Arbeit als Sekretär empfand.
Präsident Prof. Josef Nassauer ehrte dann Prof. Dr. Horst Schmidt-Bischoffshausen, gegenwärtig Mitgliedschaftsbeauftragter, für sein langjähriges, vielseitiges und vorbildliches Engagement  mit dem President`s Appreciation Award, der höchsten Auszeichnung, die ein Club Präsident vergeben kann.

     
     Rückblick Präsident Prof. Josef Nassauer            Dankesworte Sekretär Hermann Pointl              Ehrung Prof.Horst Schmidt-Bischoffshausen

Nach einem vorzüglichen Menü übergab Präsident Josef Nassauer die Präsidentschaft an seinen gewählten Nachfolger Paul Hendrys. Er überreichte ihm auch gleichzeitig  die Julia als Zeichen seines nun beginnenden Präsidentenjahres. An den Beginn seiner Ausführungen stellte Paul Hendrys den Dank an den scheidenden Präsidenten und überreichte dessen Gattin einen bezaubernden Blumenstrauß für ihre stete Unterstützung. Dann skizzierte er mit wenigen Worten Eckpunkte seines Präsidentenjahres und betonte, er freue sich auf das Zusammenwirken mit dem neu gewählten Vorstand und auf weiterhin rege Beteiligung der Mitglieder.
                     
                   Weitergabe der Präsidentschaft                                       Neuer Präsident Paul Hendrys mit Gattin                                  Past Präsident mit Gattin

     
                                              ...............................................  Ausklingen des Abends .........................................................................
   
Nach dem offiziellen Teil löste sich schnell die ursprüngliche Sitzordnung auf zu wechselnden Unterhaltungen an den einzelnen Tischen..

Am Sonntag morgen war dann tristes Regenwetter Grau in Grau. So fiel die Abreise vom Bodensee nicht so schwer.

Die meisten Teilnehmer folgten der Einladung zu einem Abstecher in das Festspielhaus in Füssen. Dort war die Premiere des über Computeranimation hergestellten Films " Ludwigs. Visionen in 3 D", eine visionäre Reise durch Königsschlösser, aber auch von nicht realisierten, nur in Plänen vorliegenden Projekten von König Ludwig II. Die Filme basieren u.a. auf Technologien von Prof. Dr. Gerd Hirzinger, dem  Referenten unseres ersten Business Dinners im März 2017. Mit einer anschließenden Einkehr mit bayersicher Brotzeit und einem Wiedersehen mit Prof. Hirzinger fand diese Abschlussfahrt ihren Ausklang.
Eine Reise mit vielseitigen Programmpunkten, vor allem aber mit ausreichend Zeit für geselliges Miteinander in einer herrlichen Umgebung -  Tage zum Ausspannen vom Alltag..
  
Erstes Business Dinner ein voller Erfolg -

Begeisternder Vortrag von Prof. Dr. Ing. Gerd Hirzinger über die Bedeutung von Mechatronik und Robotik für Innovation und Fortschritt

Der für den 27. März 2017 angesetzte Clubabend wurde relativ kurzfristig  zu einem ersten Business Dinner erweitert. Referent und Thema blieben unverändert. Aber die Mitglieder haben zahlreichen Partner aus dem beruflichen Netzwerk sowie Freunde und Bekannte aus dem privaten Umfeld als Gäste eingeladen. Die erhobene Eintrittsspende geht voll in unsere sozialen Projekte, speziell im Großraum München.
Die Resonanz war hervorragend. Der große Europa Saal im Eden Hotel Wolff war mit 120 Teilnehmern maximal belegt, davon rund 100 externe Gäste, primär aus den Bereichen Industrie und Banken.
 
Prof. Josef Nassauer begrüßte als amtierender Präsident die Gäste, insbesondere den Referenten sowie Vertreter der Lions Organisation  - die früheren Governor-Ratsvorsitzenden Deutschland, Daniel Isenrich und Dr.Jakob Reinhardt sowie den amtierenden District Governor Bayern-Süd, Dr. Claudia Spieß-Kiefer.
Präsident Nassauer informierte kurz über das 100 jährige Jubiläum, das  Lions International dieses Jahr begeht, also das Centennial, sowie über die Zielsetzungen dieser mittlerweile weltgrößten Wohltätigkeitsorganisation. Keimzellen für deren erfolgreiches soziales Engagement sind die lokalen Clubs wie z.B. der LC München-Arabellapark.

 
                     Im Gespräch - re. Daniel Isenrich, Claudia Spieß-Kiefer                                Beste Unterhaltung

Dann stellte Präsident Nassauer den Referenten des Abends vor. Prof. Dr.-Ing.  Gerd Hirzunger wär 40 Jahre beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen tätig, davon 30 Jahre in leitender Position. Er gilt weltweit als einer der Pioniere von Mechatronik und Robotik. Er hat als einziger Wissenschaftler auf dem Gebiet der Robotik alle international hochrangigen  Auszeichnungen verliehen  bekommen. 


  

                     Prof. Dr. Gerd Hirzinger                                                                ........................................ Faszinierende Präsentation  .................................                              
    


 
Zum Einstieg betonte Prof. Hirzinger, dass die Luft- und Raumfahrt ein wesentlicher Treiber von Technologien ist, die in vielen Branchen Anwendung finden. Als Beispiele nannte er Entwicklungen im Bereich Ultraleichtbau, in robuster und leistungsfähiger Elektronik und Datenübertragungstechnik sowie in der Softwareentwicklung. Er beschrieb einige Meilensteine dieser Entwicklungen z.B. 1993 den ersten Roboter im Weltraum, der von der Erde aus ferngesteuert wurde oder den ersten frei fliegenden Roboter im Rahmen einer Mission im Jahre 1999.
 
Die Anwendung hierbei entwickelter Technologien "auf der Erde"machte er an einigen Beispielen fest. Ultraleichte  zitterfreie Roboter waren Grundlage für den Siegeszug von KUKA, dem wichtigsten Kooperationspartner des DLR in den letzten zwanzig Jahren. Dieser Erfolg in der Industrierobotik ist maßgeblich für die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Automobilindustrie. Ein weiteres Beispiel ist die Anwendung von Technologien des DLR in der chirurgischen Robotik. Diese  ermöglichen höchste Präzision und Effizienz in den Operationen. Sie werden z.B. in den USA bereits täglich mit Tausenden von Operationen eingesetzt. Die Innovation des zitterfreien Agierens  bzw. der Unterdrückung  von pulsierenden Bewegungen am Bildschirm eröffnet in Zukunft auch die Chance der Operation am schlagenden Herzen mit deutlich weniger Belastung für den Patienten.

       
                     Industrierobotik                                 Robotik in der Chirurgie                                                       Robomobil                                                            Drohne


Hinsichtlich Mobilität sprach Prof. Hirzinger mehrere Beispiele an - sich bionisch bewegende Robotersysteme als Lastenträger, autonome Fahrzeuge wie das Robomobil oder ferngesteuerte Drohen.
Im Ausblick verwies Prof. Hiezinger auf das anbrechende  Zeitalter von Assistenzrobotern, die als Kooperationspartner des Menschen das Leben in der Produktion aber auch im Alltag signifikant beeinflussen werden. Der Roboter Franka, basierend auf Technologien von Prof. Hirzinger, war einer der "Stars" auf der CeBIT 2017 in Hannover, der weltweit größten Messe für Computer und Digitalisierung ( s.Jour fixe). 

Zur inhaltlichen Abrundung ging Prof. Hirzinger noch auf die Kombination von Technik und Kultur ein. Mithilfe von Luftaufnahmen z.B über Drohen, sowie neuester Computergraphik-Technologien lassen sich Landschaften, Schlösser  etc. virtuell absolut naturgetreu darstellen mit teilweise einzigartigen Perspektiven. Heute sind schon  zahlreichen Beispiele im Internet unter "Virtuelles Bayern" verfügbar.
Im Deutschen Museum in München werden diesbezüglich ebenfalls bahnbrechende Ansätze verfolgt. Stumme Zeitzeugen wie alte Maschinen werden durch Visualisierung ihrer Funktionsweise wieder zum Leben erweckt, ein deutlicher Informationsgewinn für den Besucher. Ein Blick in die ferne Zukunft wird die naturgetreue Simulation einer Fahrt über den Mond bilden, die zur Zeit in der Entsteh


Die Vortragsreise  von Prof. Hirzinger war einzigartiges Erlebnis, vermittelte Staunen und Faszination gleichermaßen.und wurde mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Sie stimulierte viele Gespräche und Diskussionen. Das erste Business Dinner, bestens organisiert, war ein Abend, den die Teilnehmer noch lange in  Erinnerung behalten werden. Ein herzlicher Dank an alle, die dazu beigetragen haben.  

Impressionen

    
 
    
    
 

Hinweis: Informationen zum 1. HJ 2017 siehe Archiv Startseite 2017,  Ereignisse aus dem  Jahr 2016 wie Weihnachtsfeier, Clubabende u.a. Besuch im Bayerischen Landtag, Abschlussfahrt etc,.sind über den link zur 
Archiv Startseite 2016 zu finden (  Menü-Führung  ganz oben).

Regelmäßige Aktualisierung des Internetportals. Letzte Änderung 10. Oktober 2019. Redaktion: Prof. Dr. Josef Nassauer